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24 Stunden: Du fragst - wir antworten

Die Grünen wollten die letzten Stunden vor der Landtagswahl im Saarland nutzen, um Ihnen Rede und Antwort zu stehen. Aus diesem Grund starteten wir am 29.08.2009 einen Fragemarathon auf unserer Homepage. Interessierte hatten dabei die Möglichkeit, 24 Stunden lang, Fragen an unser Team in der Landesgeschäftstelle zu richten. Vielen Dank für die vielen Fragen, die uns in dieser Zeit gestellt wurden.

Deine Fragen - unsere Antworten

Die Grünen aus Saarbrücken, LGS fragt:
Wir machen Schluss. Die 24 Stunden sind vorbei. Jetzt wird das Wahllokal gestürmt. Ihr wisst, was zu tun ist, um den Wechsel im Saarland herbeizuführen. Gebt alles. Wir setzen auf Euch. Es ist Zeit für Veränderung!

Eure Grünen im Saarland!

Spengler aus Quierschied fragt:
Wenn ich grün "bestelle" (wähle), was bekomme ich "geliefert" (schwarz-grün oder rot-rot-grün) ? Leider kann man ja keinen "Block" wählen und hat zudem im Saaröland auch nur 1 Stimme.

Wenn du grün wählst, bekommst du grüne Inhalte.
Ester aus Saarlouis fragt:
Hallo ihr grüne Jugend, ihr sieht nach der langen Nacht nun doch recht alt aus.
Seit ihr sehr kaputt?

Hallo!

Jaja war ne lange Nacht, aber hat sich gelohnt:-)
und alt sehn wir zum Glück nur vorläufig aus;-)

Liebe Grüße
Gisela Jung aus St.Wendel fragt:
Ich würde gerne euren Standpunkt in Sachen Geschlechtergerechtigkeit und Frauenpolitik kennen lernen.


Hallo Gisela;-)

Schön, dass du fragst.
Frauenpolitik spielt bei uns eine sehr große Rolle.
Wir schreiben Geschlechtergerechtigkeit groß und setzen uns aktiv für Gleichberechtigung von Mann und Frau ein.
Dabei ist es uns vor allem wichtig, für die Frau eine Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung herzustellen.

Auch würden wir gerne vermehrt Frauen in Führungspositionen sehen und kämpfen gegen die Klischees der typischen "Männer"- bzw. "Frauenberufe".

Wir wollen dazu eine Stabsstelle für Gender- und Mainstraming in der Staatskanzlei einrichten, da dieseine Führungsaufgabe für alle Ebenen ist.

Junggrüne Grüße
gjbielefeld aus bielefeld fragt:
wir haben 6 zuschauer hihi

gjbielefeld aus bielefeld fragt:
na ih was geht bei euch?

Alles super!
Wollen schonmal auf den tollen Wahlkampf anstoßen;-)
Wenn ihr in die Kamera schaut, könnt ihr schonmal mit uns den Korken knallen lassen...
grüne jugend bielefeld aus bielefeld fragt:
na ihr seit ihr noch wach? bei uns ist die hälfte nochmal weg:(

Natürlich sind wir noch wach. Es kommen sogar manchmal noch knifflige Fragen rein. Wir schicken euch jetzt einfach alle unsere Fragen, damit ihr auch was zu tun habt. ;)
Rüdiger aus Schwalbach fragt:
Gute Idee mit eurer Frage-Antwort-Aktion
Wer hatte die von euch?

Soweit ich weiß hat diese Aktion unserer Bundesverband als erstes zur Europawahl durchgeführt. Wir haben diese schamlos geklaut. ;)
Kathrin aus St. Wendel fragt:
Danke für die Antwort

Da die Partei beide Leben schützenswert findet, gehe ich davon aus, dass ihr auch nicht die Abtreibung befürwortet.

Hallo Kathrin!

Wenn du die Frage so stellst, dann wirkt es geradezu so, als ob das Eine das Andere ausschließen würde!
Mit dieser Annahme macht man es sich aber äußerst leicht und diese Sichtweise wäre, Verzeihung, ein wenig kurzsichtig.

Eine Abtreibung kann verschiedene Hinterründe haben.
Sozialer Hintergrund, Jugendschwangerschaft, Vergewaltigung, ungewollte Schwangerschaft,...
Diese sind unbedingt zu beachten.
Laut Artikel 2 des Grundgesetzbuches hat jeder Mensch ein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit.
Oder anders formuliert:
Niemand hat das Recht über das Handeln eines Anderen zu entscheiden.
Die Grünen sind unter anderem aus der Frauenbewegung heraus entstanden und haben sich von jeher für das Recht auf Abtreibung von Frauen stark gemacht. Auf der Homepage der Bundestagsabgeordneten Kathrin Göring-Eckert kannst du nachlesen, wie Grüne sich hierzu positionieren, auch bei der gesetzlichen Regulierung von Konfliktsituationen von Schwangeren. Zum Thema Bioethik kannst du eine Menge auf der Grünen Fraktionsseite unter tinyurl.com/nugnfx nachlesen.
Wolfgang aus Saarbrücken, LGS fragt:
Gebt uns ein Zeichen, dass wir nicht alleine sind!

...
Kathrin aus St.Wendel fragt:
Hallo, ich bin zufällig auf Eure Homepage gestoßen, mich aber interessiert eine etwas andere Frage als die bisher gestellten.
Ich als christlich orientierte Jugendliche habe folgende Frage an Euch:
Im christlichen Glauben hat das Geborene aber auch das Ungeborene menschliche Leben die gleiche Stellung.
Wie sieht Ihr das die Grüne Jugend bzw. wie sieht das Eure Partei.


Hallo Kathrin!

Selbstverständlich ist diese christliche Wertvorstellung auch bei uns verankert.
Leben, egal ob geborenes oder ungeborenes sollte geschützt werden.
Ich würde dieses Anliegen auch nicht als rein im christlichen Glauben verankert bezeichnen.

Junggrüne Grüße
hakinho aus saarbrücken fragt:
ich möchte fragen, warum es hier in saarbrücken weniger Arbeitsplätze gibt.
Meine Frau ist hier nach Deutschland gekommen und möchte Schule oder Ausbildung machen, aber es gibt kein Weg.
Weil hier in Saarbrücken kein Abendschule gibt.

Hallo Hakinho,

in Saarbrücken gibt es auch verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung, auch an Abendschulen. Schau mal auf www.abendgymnasium-saarbruecken.de nach, da findet ihr sicherlich was.

Grüne Grüße
Maximillian aus Spiesen fragt:
Dann muss ich wohl anders orientieren, denn den schwarzen Peter will auf keinen Fall haben

Trotz allem pfäferieren wir natürlich wie wir immer betonen eine Ampel-Koalition, also ohne CDU.

Junggrüne Grüße
Tobias aus Saarbrücken fragt:
Dankeschön, das ist doch gelebte moderne Demokratie so eine Aktion :-) Sogar spät nachts kann man sich da noch informieren, Respekt! Eine "persönlichere" Frage an Junggrüne noch: Seid ihr alle 5 für Gesamtschulen? Im Programm steht nämlich: PISA hat belegt, dass das mehrgliedrige Schulsystem unterlegen ist. Allerdings hab ich mir das auch mal angeschaut und zb Dänemark mit dem auf den ersten Blick(und den 2.) selben System wie Finnland mit der 9-jährigen Gesamtschule liegt noch ein Stück hinter Deutschland nur als Beispiel. Sachsen zB liegt in den Naturwissenschaften auf Platz 4 oder so weltweit(Pisa E, das auch die Bundesländer getrennt anschaut) und hat auch ein 2-gliedriges System. Baden-Württemberg und Bayern liegen da auch ziemlich gut. Ist es da wirklich sinnvoll alles umzustellen aufgrund einer eventuellen Verbesserung? Wüsst gerne ob das einstimmig bei euch 5 ist? So, das genügt ;-)

Hallo Tobias,

also von uns hier sind 4 dafür und einer dagegen.

Junggrüne Grüße
Werner N. aus St.Wendel fragt:
Hallo,

beziehe Hartz 4, ist natürlich eine bundespolitsche Frage, aber wie steht ihr dazu. Erhöhung?

Wir setzen uns für eine Erhöhung des Satzes auf 420 Euro monatlich ein. Für den Bund kostet dies jährlich 2 Mrd. Euro, was finanzierbar ist.

Junggrüne Grüße
Maximillian aus Wadern fragt:
Wird sich das Elektroauto wirklich in den nächsten 10 -15 Jahren gegenüber den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor durchsetzen? Die Stromspeicher stecken noch in den Kinderschuhen, da in der Elektrochemie diesbezüglich wenig Grundlagenforschung betrieben wurde. Wenn es doch gelingen sollte ausreichend Speicher zur Verfügung zu stellen fehlt es an ausreichender Infrastruktur (Strom nachtanken, womöglich noch ATOMstrom)

Durch gezielte Grundlagenforschung kann die Entwicklung der Elektroautos vorangetrieben werden. Durch Investitionen in diese Forschung auch im Standort Saarland wird unser Land attraktiv für Firmenansiedlungen und die Entwicklung dieser Branche wird vorangetrieben.

Junggrüne Grüße
Michel aus st. ingbert fragt:
Bei euch geht ja noch richtig was. Wir wünschen euch eine schöne grüne Nacht!

Lg

Michel & Alex

Vielen Dank. Ihr wisst ja was später zu tun ist. ;)
Franzi aus Ottweiler fragt:
Mit wem würden eure jungen Mädels lieber kuscheln. Peter Müller, Heiko Maas oder Oskar Lafontaine? :-)

Jez sacht net Hubert Ullrich!! ;)

Du hast die Option Christoph Hartmann vergessen=)
Maximillian aus Spiesen fragt:
Lafontaines Oskar behauptet: wär bei Grün heute ein Kreuzchen macht erhält wieder den schwarzen Peter für die nächsten Jahre.
Sagt schnell ob das stimmt oder auch nicht, sonst muss mir wieder den Kopf zerbrechen wo ich das Kreuzchen nun wirklich setzen muss.

Bei Koalitionsverhandlungen kommt es immer darauf an, wo wir unsere Inhalteam besten durchsetzen können. Deshalb haben wir im Voraus auch keine Koaliationen ausgeschlossen.

Junggrüne Grüße
Nudel aus Bologna fragt:
Tierschutz ?

Hallo Nudel,

wir als Grüne setzen uns aktiv für den Schutz der Artenvielfalt in der Tierwelt ein. Darüber hinaus sprechen wir uns natürlich gegen Tierpelze und ähnliches aus. Die Abschaffung von Massentierhaltung, sowie Tierversuchen liegt uns besonders am Herzen.

Junggrüne Grüße
Simone aus Saarlouis fragt:
Wenn man mal in Krankenhäusern oder Pflegeheimen unterwegs ist bzw. sie besucht merkt man schnell gravierende Probleme: das wenige Personal hat meistens keine Zeit für die einzelnen Personen und wird zudem auch noch schlecht bezahlt. Die Grünen sind ja eine relativ junge Partei, trotzdem die Frage, welche Maßnahmen man eurer Meinung ergreifen müsste, um diesen Pflegenotstand einigermaßen in den Griff zu bekommen? Das Problem wird in einer immer-älter-werdenden Gesellschaft ja noch schlimmer werden.

Liebe Simone,
eine der wichtigsten Wachstumsbranchen ist die Gesundheitswirtschaft inklusive des Pflegesektors. Die demografische Entwicklung, die steigende Lebenserwartung und
der medizinische Fortschritt führen zu einer absehbar
steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen.
Wir diskutieren darum die Pflege nicht als Problemfall,
sondern als wirtschaftliches und soziales Innovationsthema.
Investitionen in Gesundheit sind kein Negativposten.
Im Gegenteil: Wenn wir wollen, dass die Branche
wächst, brauchen wir mehr Ausgaben. Gelingen kann ein
nachhaltiger Jobboom aber nur, wenn wir mit der Bürgerversicherung zu einer nachhaltigen Finanzierung von Gesundheits- und Pflegeversicherung gelangen, wenn wir die
Attraktivität von Gesundheits- und Pflegeberufen steigern
und wenn wir Prävention zur dritten Säule des Gesundheitswesens
ausbauen.
Kemal aus Köllerbach fragt:
Das Thema Mindestlöhne beschäftigt immer wieder die große Koalition in Berlin. SPD dafür, CDU dagegen. CDU will dass der fehlende Betrag, der die Arbeitgeber nicht zahlen wollen oder können, vom Staat als Zuschuss abholt werden kann. Wie sehen das die Saar Grünen aus saarländischer Arbeitsmarkt Sicht?

Wir Grüne setzen uns für einen Mindestlohn ein.
Tobias aus Saarbrücken fragt:
Was grenzt euch eigentlich von der SPD ab? Die 3 wichtigsten Punkte wären aufschlussreich :-) P.S.: Fühlt ihr euch bedroht von der Kameraüberwachung?

Hallo Tobias,

1) echter konsequenter Klimaschutz
2) sofortiger Bergbaustopp
3) keine Kohlegroßkraftwerke

Und wir fühlen uns nicht bedroht=)

Junggrüne Grüße
Peter aus Gersheim fragt:
Ich bin Bauer im Bliesgau, und kämpfe täglich um meine Existenz. Von den landwirtschaftlichen Erträgen kann ich längerfristig gesehen nicht überleben, obwohl ich jetzt schon durchschnittlich einen 14 stündigen Arbeitstag habe (plus Wochenende). Ein bekannter von mir arbeitet beim Staat und hat bei weniger als halber Jahresarbeitszeit mehr Einkommen als ich. Dazu kein unternehmerisches Risiko, nicht einmal das Risiko, wie in der freien Wirtschaft, gerade wie es sich jetzt in der Krise gezeigt hat, den Verlust des Arbeitsplatzes bzw. Reduzierung des Einkommen durch Kurzarbeit.
Es wird immer viel Reklame mit der Biosphären Region gemacht. Eins kann ich gewiss heute schon sagen, wenn es keine Landwirtschaft mehr gibt, kann das Land den schmückenden Biosphären- Titel wieder zurückgeben. Er wird wertlos wie die Telekomaktie nach dem Börsenstart.
Die Politik muss sich stark machen, dass die Landwirtschaft überlebt, andernfalls verwildert die ganze Region innerhalb weniger Jahre.

Hallo Peter,
vielen Dank für deine Frage bzw. deine Meinung, die spontan leider für uns sehr schwer zu beantworten ist. Wenn du uns auf diesem Wege deine Kontaktdaten mitteilen könntest, könnten wir uns intensiv über diese Problematik unterhalten.
Tim aus Bliesmengen-Bolchen fragt:
Kann man euch auch auf anderem Wege erreichen? Bin so schreibfaul.

Wer will, kann uns auch anrufen unter: 0160 129 645 4.
Klaus-Dieter aus Niedergailbach fragt:
Oh das weiß ich garnicht um ehrlich zu sein. In unserem CDU-Dorf gibt es ja nicht soviele "Grüne". Freue mich hier sehr über den Austausch, Danke ! :-)

Immer wieder gerne ... :-)

Gruß Grüne Jugend
Joachim aus Kleinblittersdorf fragt:
Ist ein Grund für die Probleme, die einige mit "ausländischen Mitbürgern" haben nicht eine verfehlte Intergrationspolitik der vergangenen Jahre? Anstelle zu Integrieren und zu Fördern wurden die aufgenommenen Leute mehr oder weniger (besonders in größeren Städten) sich selbst überlassen, d.h. sie wohnen oft in Stadtvierteln für sich, sie haben Probleme mit der Sprache, finden desshalb keine Arbeit, die Bedingungen für ihre Kinder sind schlechter, usw... Müsste hier nich grundliegend etwas geändert werden? (damit das nicht falsch verstanden wird, ich meine damit nicht, dass man keine Ausländer mehr ins Land lassen sollte)

Hallo Joachim,

Menschen mit Migrationhintergrund müssen gerade bei Sprachproblemen besonders gefördert werden. Wir setzen uns für staatliche finanzielle Unterstützung spezieller Förderprojekte, insbesondere von Kindern, ein.
Man muss globale Ungerchtigkeiten, die häufig die Ursache für eine Auswanderung sind, in der Wurzel bekämpfen. Dafür brauchen wir unter anderem eine starke EU und UNO.

Klaus-Dieter aus Niedergailbach fragt:
Habt ihr ein Ziel ausgegeben wieviel Prozent ihr erreichen möchtet?

Finde euch sehr lieb!

Hallo Klaus-Dieter,
vielen Dank!
Auf jeden Fall mehr als beim letzten Mal! Deshalb haben wir sogar bis Niedergailbach Plakate gehängt. Hängen die noch am Geländern an dem Bach?

Viele Grüße,
Christian
S. Walter aus Heckendahlheim fragt:
Brauchen wir zwei hoch subventionierte Flughäfen in unserer verschuldeten Region, die aus der Vogelperspektive betrachtet, gerade mal 4-5 Landbahnlängen von einander entfernt sind?
Warum wurde so was Wichtiges von den Grünen zu keinem Wahlkampfthema?
Warum lässt man dieses außen vor?
Wenn ich daran denke, dass der Noch-Ministerpräsident die Landbahn vor kurzem noch auf Brückenpfeiler verlängern wollte, kann ich Eure Ruhe nicht verstehen.

Bitte um eine seriöse und nachvollziehbare Antwort


Hallo Herr Walter,
Sie haben Recht. Dies ist ein ökonomischer, finanzieller und umweltpolitischer Unsinn. Leider tragen die Medien unsere Themen nicht so in die Öffentlichkeit, wie es richtig wäre, da wir im Saarland eine sehr monopolisierte Medienlandschaft haben.
Starke Grüne im nächsten Landtag werden sich sicherlich um dieses Thema kümmern.
Sabine aus Perl fragt:
Bei der letzten Landtagswahl hatte die NPD 4% erhalten, morgen werden es hoffentlich weit weniger. Offenbar gibt es besonders Probleme in Städten wie bspw. Völklingen. Was macht ihr um dem "rechten Mobb" entgegenzuwirken? Auch Aktionen in Schulen?

Liebe Sabine,

die Grüne Jugend ist Mitglied im NDC, dem Netzwerk Demokratie und Courage. Dort organisieren wir Projekttage an Schulen gegen Rechtsextremismus und bieten TeamerInnenschulen an. Desweiteren besuchen wir regelmäßig Demonstrationen und unterstützen freie Initiativen, die Projekte gegen Rechts machen wollen. >> www.netzwerk-courage.de

Viele Grüße,
Christian
Thomas aus Bierbach fragt:
(Die Grünen sprechen sich klar für die Ampel aus, alles Andere wird ein Kompromiss, bei dem es auszuloten gilt, ob Grüne Ideen verwirklicht werden können. Ist dies nicht der Fall kommt kein schwarz-geld-grünes Bündnis zu Stande)
Hier muss ich aber nochmals nachhaken und das ist meine letzte Frage. Die Schittmengen mit rot-rot sind doch was Studiengebühren und Überwachungsstaat angeht größer als die mit schwarz gelb. Das macht die Grünen extrem unglaubwürdig. Ich dachte es geht um sachliche Überschneidungen nicht um Farbenspiele. Ihr macht dem Slogan von Lafontaine doch alle Ehre, wer grün wählt wird sich scharz ärgern. Kein Student kann doch bei der Ansage einer Ampelkoalition daran glauben dass die Studiengebühren in absehbarer Zeit fallen. Na gut das Horroszenario ist perfekt, schwarz gelb grün. Also muss ich und mein Familienkreis und Bekanntenkreis NPD wählen sonst haben wir die nächsten 5 Jahre weiter unsoziale Studiengebühren. Ich bin enttäuscht. Ihr könnt doch nicht im Ernst daran glauben dass ihr mit Peter Müller die Studiengebühren abschaffen könnt.

Hey Thomas ...

eine Ampelkoalition besteht aus Rot-Gelb-Grün
Also aus SPD, FDP und Grünen ... Wir sind für Heiko Maas als Ministerpräsident am liebsten in einer Ampelkoalition.

Peter Müller ist also nicht dabei in einer Ampelkoalition, du kannst dich beruhigt zurück lehnen :-)

Wir gehen ausserdem nur Koalitionen ein wenn unsere wichtigsten Punkte realisiert werden ... darunter fallen z.B. Studiengebühren und Bergbauausstieg.

Gruß Tilman
Thomas aus Bierbach fragt:
ich bedanke mich für die beantwortung meiner frage und entschuldige mich für diverse rechtschreibfehler und meine ungeduld

Kein Problem Thomas :-)
Gustav aus St.Ingbert fragt:
Die „Grünen“ haben sich politisch sehr an die alt etablierten Parteien angepasst.
Was mir grundsätzlich bei den Nachwuchsorganistionen unserer Parteien auffällt ist, dass hier gegenüber früheren Jahren weniger Opposition gegen die „Alten“ herrscht. Wenn ich an die Sechziger und Siebziger Jahre zurückdenke, da stand man richtig auf Konfrontation!
Heute sieht Das Ganze mehr nach Schmusekurs aus!

Die Grüne Jugend Saar sieht sich als eigenständige Organisation, die kritisch-konstruktiv mit Bündnis 90/Die Grünen zusammenarbeitet. Meinungsverschiedenheiten bleiben hierbei sicherlich nicht aus. Da die Grünen aber eine junge Partei sind, kommt es selten zu größeren Konflikten.
Thomas aus Bierbach fragt:
warum beantwortet ihr fragen so langsam oder überhaupt nicht? ich dachte wir leben in einer demokratie, zeigt dass ihr unparteiisch seid. oder seid ihr einfach nur junge studis die kontoversen fragen ausweichen, dann beantwortet mir meine frage, ich mach mir nämlich schon ewig über meine genannte frage gedanken

Hallo Thomas,

aufgrund der regen Beteiligung an unserer Fragerunde ist es uns nicht möglich, immer gleich schnell alle Fragen zu beantworten. Wir stellen uns auch gerne kontroversen bzw. kritischen Fragen, dafür ist diese Runde gedacht.

Junggrüne Grüße
Maike Bettscheider aus Riegelsberg fragt:
Ich bin Studentin und erhalte leider keinen BAFÖG. In ihrem Plan ist vorgesehen die Studiengebühr wieder abzuschaffen, was ich für sinnvoll und auch richtig finde. Ich denke aber in Richtung BAFöG müsste noch einiges getan werden. Warum erhält nicht jerder Student finanzielle Unterstützung? Das ist meines erachtens ein Mangel, was meines erachtens für die

Hallo Maike,

wir setzen uns neben der Abschaffung der Studiengebühren auch dafür ein, dass der BAFÖG-Satz erhöht wird und mehr jungen Menschen der Zugang zu finanzieller Unterstützung während des Studiums ermöglicht wird.

Junggrüne Grüße
Timo aus tralien :-) fragt:
Hallo, zur Landtagswahl tritt sie ja nicht an, aber wie ist euer Verhältnis zur Piratenpartei?

HalloTimo,

wir haben inhaltlich einige Schnittmengen mit der Piratenpartei. So sprechen wir uns beispielsweise auch gegen die Online-Durchsuchung und die Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen aus.
daniel aus grüne jungend bielefeld fragt:
wieso sollte ich mein referrenderiat im saarland machen?

Welches Referendariat willst du denn überhaupt machen ?
Und wie ist deine Frage gemeint ?

Gruß
Monika aus Breitfurt fragt:
Schaut mal morgens Früh in die schöne Biosphären Region Bliegau, auf die Straße neben dem bekannten Fahrradweg von Homburg nach Saargemünd. Da schieben sich jeden Morgen in aller Frühe hunderttausende PS bzw. KW die Landstraße von Gersheim nach Homburg und Zweibrücken zur Arbeit und Abends wieder zurück.
Wenn man in der Dunkelheit von der Höhe ins Tal blickt, sieht du das Lichtermeer der Auto´s. Eins hinter dem Anderen, kaum ein Meter Luft dazwischen und stinkende Luft im Tal bei ungünstiger Wetterlage.
Ein Ökologischer Schwachsinn in der UNESCO Biosphären Region! Das haben die Unesco´s Profis nicht gesehen oder nicht sehen wollen!
Warum lässt sich die Bahnstrecke nicht wiederbeleben? Zumal das Ganze noch in Öffentlich-Rechtlicher Hand ist, außer den Bahnhofgebäuden. Ein Fahradweg lässt sich daneben auch kostengünstig errichten!


Liebe Monika,
wir setzen uns für die Wiederbelebung von stillgelegten Bahnstrecken ein, so beispielsweise von der Strecke Homburg-Zweibrücken. Außerdem favorisieren wir eine Bahnlinie nach Luxemburg.
Prinzipiell sollte man sich sicher mit dem Gedanken der Wiederbelebung auch dieser Bahnstrecke auseinandersetzen, auch wenn es vielleicht zur Zeit noch nicht durchsetzbar ist. Wir Grüne werden dieses Thema sicher weiter aufmerksam verfolgen!
Deshalb ists eine gute Sache dass die Strecke nicht aufgeteilt und zergliedert ist, sondern jederzeit wieder neu aufgebaut werden kann.
Thomas aus Bierbach fragt:
Warum werden die Ergebnisse der Umfrage Dimap, nicht von allen sonstigen Parteien genannt? Hartmann sagte dass es rein rechnete uns vor dass es rein arithmetisch bei der aktuellen Konstellation nicht für rot-rot-grün reichen würde? warum ewähnt kein mensch dass wenn eine 5. Kraft wie die NPD in den Landtag gewählt werden würde auch rein arithmetisch nicht für schwarz-gelb reichen würde? Kann ich davon ausgehen dass dei Grünen wenn ich sie morgen wähle kein Bündnis mit swarz-gelb anstreben oder muss ich NPD wählen damit schwarz-gelb nicht zustade kommt?

Die Ergebnisse werden zusammengefasst, da die Wahrscheinlichkeit, dass eine dieser Parteien in den Landtag kommt sehr gering ist. Auf http://wahlen.saarland.de kann man die genauen Ergebnisse morgen einsehen. Aus diesem Grund kann man sich es auch sparen Konstellationen mit einer fünften Kraft durchzuspielen. Sollte trotzdem der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass zum Beispiel die Familien-Partei in den Landtag kommt (3%), kann man sich immer noch Gedanken machen. Die Grünen sprechen sich klar für die Ampel aus, alles Andere wird ein Kompromiss, bei dem es auszuloten gilt, ob Grüne Ideen verwirklicht werden können. Ist dies nicht der Fall kommt kein schwarz-geld-grünes Bündnis zu Stande.
Marie aus Saarbrücken fragt:
Kann ich mich darauf verlassen, dass die Bildungspolitischen Ziele der Grünen in einer Schwarz-Gelb-Grünen Koalition auch tatsächlich umgesetzt werden? Sie sagen "die Messlatte sei dafür sehr hoch", was bedeutet das?

Bei Koalitionsverhandlungen wird die Bildungspolitik einer der zentralen Punkte sein. Die "Messlatte" ist hierbei die Abschaffung von Studiengebühren, de Einführung von Ganztagsschulen und die Abschaffung von G8. Sehen wir diese Punkte nicht erfüllt, wird es keine Koalition geben.
Sebastian aus Saarbrücken fragt:
Frage zur Energiepolitik: Wie soll dauerhaft die Energieversorgung sichergestellt werden? Es ist doch noch lange nicht möglich nur auf regenerative Energien zu setzen? Also wird man doch wohl oder über auf Atomkraft vorerst noch angewiesen sein, wenn man aus der Kohleförderung aussteigt? In wiefern ist es sinnvoll, dass Deutschland aus der Atomenergie aussteigt, aber ringsum alle Länder weiterhin diese betreiben und Deutschland angewiesen ist, den Strom dann im Ausland zu kaufen?

Hallo Sebastian,

Deutschland produziert heute schon mehr Energie als es verbraucht und exportiert diese in europäische Nachbarländer. Wir müssen erreichen, dass ab sofort nur noch erneuerbare
Energien ausgebaut werden, aber keine Kohlegroßkraftwerke oder Atomkraftwerke mehr.
Wird heute ein neues Kohle- oder Atomkraftwerk gebaut, wird dies die nächsten Jahrzehnte (!) am Netz bleiben und somit die erneuerbaren Energien blockieren. Wenn ich neue Kohlekraftwerke habe, brauche ich keine erneuerbaren Energien mehr. Deshalb haben wir als Grüne auch gegen das geplante Kohlegroßkraftwerk in Ensdorf gekämpft. Vom Klimaschutz und der Endlichkeit von fossilen Brennstoffen ganz zu schweigen.

Erneuerbare Energien können ebenso wie Atomkraft- und Kohlekraftwerke Versorgungssicherheit garantieren.
Falsch wäre es natürlich nur auf Windkraft oder Geothermie zu setzen. Was wir brauchen ist ein Mix aus verschiedenen erneuerbaren Energien.
Hanna Lisa aus Saarland fragt:
Hallo, auch von uns natürlich ein großes Lob für eure tolle Aktion. Wie wollt ihr als Grüne unser marodes Verkehrssystem speziell den ÖPNV verbessern bzw. ausbauen?

Nachtverkehr ist insbesondere an Wochenenden und an gesetzlichen Feiertagen wichtig und sollte als erstes verwirklicht werden. Mittel- und langfristig wollen wir ein flächendeckendes Nachtverkehrsnetz an jedem Tag der Woche.Alle Bürgerinnen und Bürger müssen die Möglichkeit besitzen, die Angebote auch zu nutzen – insbesondere auch im ländlichen Raum.Wir als Grüne wollen das normale Verbundpreissystem beibehalten, lehnen aber zur Finanzierung Zuschläge im Rahmen von ein oder zwei Euro nicht gänzlich ab.Verschiedene Verkehrsmittel wie Züge, Busse, Kleinbusse und Anruftaxis können intelligent kombiniert eingesetzt werden. Das spart Kosten und entlastet die Umwelt.
Tim aus Sulzbach fragt:
Wie stehen die Grünen zu den (zu Recht) kritisierten Bologna-Abschlüssen, also Bachelor/Master,die das Diplom ersetzen?

Kritisch. Bachelor/Master muß überdacht und reformiert werden.
felix aus dortmund fragt:
studiert der mit pinken hemd bwl?

Das Bild scheint arg zu schmeicheln. Aus dem Alter ist der schon raus. ;)
Sarah aus Lebach fragt:
Ich habe Renate Künast und Cem Özdemir beim Wahlkampf im Saarland sehr vermisst.
Warum haben die beiden Zugpferde einen Bogen um´s Saarland gemacht?

Die Claudia muss ich sagen, lässt sich nicht lumpen, ist immer da wenn sie gebraucht wird!!

Cem war schon da. Künast war bedingt da. Cem kommt im Sept wieder.
Gisbert aus Gersweiler-Ottenhausen fragt:
Wie steht Ihr zu dem Projekt "Stadtmitte am Fluss" mit Tunnel usw.
Lässt sich der Autobahn-Verkehr nicht über die Goldene Bremm und Saarmesse führen, als umgehen?

Umgehen wäre schwierig. Zum Tunnel stehen wir sehr kritisch. Stadtmitte a.F. wollen wir.
Simone aus Völklingen fragt:
1.Frage,zum Wahlrecht: Werden sich die Grünen dafür einsetzen, dass man auf kommunaler Ebene komulieren und panaschieren kann?
2. Warum will Herr Ulrich in einer Regierung nicht Minister werden? (finde ich schade)
3.(nicht so wichtig) Was esst ihr da die ganze Zeit? *G

Zu 1) Ja
2) Weil ich die Rolle es Fraktionsvors. wichtiger finde in einer 3er Koalition. Der Fr.Vors. sitzt soweiso mit am Kabinettstisch, hat aber mehr Freiraum als ein Minister.
§) Chips
Lisa aus Dudweiler fragt:
Hallo. Ich wollte euch nur schnell nochmal ein großes Lob aussprechen. Ich finde diese Aktion total super!
Bin zwar selbst Mitglied bei den Grünen, aber ich fand die Fragen und Atworten trotzdem sehr aufschlussreich.
Wünsche euch ne angenehme Nacht und für morgen natürlich viel Glück.

Liebe grüne ;) Grüße aus Dudweiler

Danke.
Stefan aus Mainzweiler fragt:
Wie soll denn Jamaica mit dieser Müller-Truppe funktionieren? Nach Grundschulschließungen, Bildungsmisere, Studiengebühren und mieser Energiepolitik müsste man doch das komplette CDU-Team auswechseln, damit man überhaupt mit denen sprechen kann! Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. Wie steht Ihr dazu?

Ich kann mir das auch nur sehr schwer vorstellen. Die CDU müsste sich (wie auch die FDP) sehr weit bewegen. Beide müssten den Grünen sehr weit entgegenkommen, sonst ghet es halt nicht. Wir können auch Opposition.
A aus SB fragt:
Nochmal ich, Herr Ulrich, was bedeutet für Sie echte Ganztagsschule und was wird dann mit den Vereinen denen die Jugend dann fehlt!

Sorry, aber zu Rot-Rot-Grün von vorhin war die Antwort in Hessen klarer mit bekanntem Ergebniss

Wir wollen die Ampel. RRG ist für uns sehr problematisch genau wie Jamaica.

Echte GTS bedeutet; Schule mit Hausaufgabenbetreuung (unter päd. Anleitung bis 16.00). Nachbetreuung bis 18.00 (optional), Dipl. Soz.Arbeiter zur Betreung der Problemfälle. Pädagogische Gesamtkonzept (d.h. Vernetzung Vor-und Nachmittag).Das ganze Kostenfrei
Björn aus Saarbrücken fragt:
Nunja 420 EUR sind ca. 100 EUR mehr als jetzt, aber aus Hartz4 bin ich dann immer noch nicht raus, und in Arbeit stehe ich dann immer noch nicht ...Ich will nicht mehr Geld ich will Lösungen um aus dem Hartz4 Bezug rauszukommen denn mit der Derzeitigen Politik sicherlich nicht möglich, ich kämpe mit der Agentur seit mittlerweile 5 oder 6 Jahren um eine Umschulung seit 2 Jahren das ich eine LKW Umschulung bekomme, 1 EUR Job bei der Stadt soll/kann ich machen, aber LKW fahren darf ich angeblich nicht, dagegen will ich das etwas getan wird, nicht nur Gelder erhöhen, ICH WILL ARBEITEN

Melde Dich am besten nächste Woche bei uns in der Geschäftsstelle, dann können wir Dich mündlich beraten.
Lukas aus SLS fragt:
Hallo, erstmal ein großes Lob dass ihr euch solche Mühen macht alle Fragen zu beantworten!
Wie steht ihr zu dem Wahlrecht ab 16 auf Kommunalebene? Wird es bei einer grünen Regierung Förderungen privater Haushalte für das Umrüsten auf erneuerbare Energien geben? Und welche Möglichkeiten gibt es um als Minderjähriger sich aktiv in eurer Partei zu beteiligen?
Schonmal vielen,vielen Dank im vorraus, liebe Grüße und noch eine gute Nacht!

Hallo Lukas!

1. Wir haben hierzu bereits in dieser Legislaturperiode einen Gesetzentwurf eingebracht, der aber leider von der CDU-Mehrheitsfraktion abgelehnt worden ist. Wir werden uns aber auch nach der Wahl dafür einsetzen, dass 16-Jährige das aktive Wahlrecht auf kommunaler Ebene erhalten.

2. Minderjährige können sich in unserer Jugendorganisation, der "Grünen Jugend" aktiv engagieren. Hier findet man Einzelheiten dazu: www.gruenejugendsaar.de

3. Wir wollen vor allem die energetische Sanierung von Gebäuden durch entsprechende landesfinanzierte Förderprogramme voranbringen. Hierzu wollen wir auch die bestehenden KfW-Programme durch Landesmittel ergänzen.

Viele Grüße und ebenfalls eine gute Nacht!
Björn aus Saarbrücken fragt:
Was macht Ihr gegen HArtz4, wenn ich Morgen wählen würde, würdet Ihr mir meinen LKW Führerschein Finanzieren das ich endlich aus Hartz4 wieder Rauskomme ?

Wir brauchen einen neuen sozialpolitischen Aufbruch, bei dem Hartz-IV durch eine bedarfsorientierte Grundsicherung
abgelöst wird.Wir verstehen diese Grundsicherung als einen Rechtsanspruch für Bedürftige und nicht als ein Almosen. Niemand
soll aus Scham oder Angst in Armut leben müssen.
Wir wollen eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze. Die Regelsätze für Sozialleistungen nach SGB II und dem SGB
XII sollen auf 420,- Euro angehoben werden.
Saskia aus Urexweiler fragt:
Ist die Abschaffung der Studiengebühren nicht doch ein Nachteil für die Studierenden? Wer soll denn die Kosten für die Profs, die Labore, Materialien usw. bezahlen?

Nein. Die Summen, die der Hochschule durch den Wegfall der Studiengebühren fehlen würden, sollen durch Umschichtungen im Landeshaushalt finanziert werden. Die Hochschulen sollen hierzu Gelder aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung erhalten.
Winfried aus Bosen fragt:
Lieber Herr Hubert, erklären Sie mir doch bitte in wenigen Sätzen warum ich morgen die Grünen wählen sollte. Danke!

Wir wollen eine moderne Bildungspolitik ohne Studiengebühren, einem Reformierten G8 in Ganztagsform, mehr echte Ganztagsgrundschulen, eine ökol.Energiepolitik ohne Kohlegroßkraftwerke, einen beseren ÖPNV, mehr soziale Gerechtigkeit, eine echte Umweltschutzpolitik (keine Umweltnutzpol. a la CDU), etc
Mark aus Nonnweiler fragt:
Noch eine letzte Frage: Würden sich die Grünen auch im Saarland für eine Erweiterung der Grundschulzeit auf 6 Schuljahre einsetzen, wie es jetzt in Hamburg praktiziert wird?
(Vielen Dank schonmal für die Beantwortung der Fragen und viel Erfolg für morgen!)

Wir wollen das Schulsystem im Saarland gerechter machen und an internationalen Standards der PISA Gewinnerländer
ausrichten. Wir wollen einen schrittweisen Umbau des gegliederten Schulsystems in ein integriertes/inklusives Schulsystem mit dem Ziel, bis zum 9. Schuljahr „Eine Schule für alle“ einzurichten. Durch längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler wollen wir bessere Leistungen und mehr soziale Gerechtigkeit im Schulsystem erreichen. Nach dem 9. Schuljahr erfolgt eine Aufteilung der Schülerinnen und Schüler auf ein allgemeinbildendes Gymnasium oder einen berufsbildenden Zweig mit dualem System und beruflichem Gymnasium. Sowohl über den gymnasialen als auch über den beruflichen Weg kann eine Hochschulreife erworben werden.
A aus SB fragt:
Sehr geehrter Herr Ulrich,
wenn ich Grün wähle kann ich dann sicher sein nicht doch einen Oskar oder einen anderen Linken in der Regierung zu sehen, also stimmen sie gegen Rot-Rot-Grün? Hier auf der Seite wird ja gegen den Napoleon Werbung gemacht

Wir halten nichts von Lafontaine. Für mögliche Koalitionsverhandlungen ist es aber wichtig mehrere Verhandlungsoptionen zu haben, sonst kann man seine eigene Position ganz schlecht durchsetzen. von der Linken und ihrem sltsamen Chef L. trennt uns neben dem Kohlebergbau, der konservativen Familienpolitik noch vieles.
Mark aus Nonnweiler fragt:
Noch eine Frage: Wird es mit den Grünen endlich ein Nichtraucherschutzgesetz (auch für Gaststätten) geben, das den Namen auch verdient? Meinem Eindruck nach, wir in nahezu allen Gaststätten in der Umgebung wieder geraucht, als Nichtraucher hat man da so gut wie keine Alternative.

Wir wollen ein konsequentes Nichtraucherschutzgesetz ohne Ausnahmen. Das ist für uns eine wichtige Forderung.
Marliese Schaar aus St.Ingbert fragt:
Der öffentliche Nahverkehr oder besser gesagt, das was man im Saarland dafür hält, ist einer schlechtesten in der Bundesrepublik!

Bei mehr als 40.000 arbeitslosen Menschen im Land lässt sich scheinbar kein Zugbegleiter für unsere Regionalbahnen rekrutieren. Die Züge und auch die Bahnhöfe im Aufsteigerland sind teilweise total vergammelt und Schrecken nicht nur fremde Gäste ab.

Der Wabentarif im Bereich der Regionalbahn ist sozial ungerecht, z. B. Stadt St. Ingbert.
Dies wurde schon seit mehren Jahren beanstandet. Scheinbar will das zuständige Wirtschaftsministerium keine Änderung und hält weiterhin an dieser Ungerechtigkeit fest.

Was sagen die Grünen dazu?





Die ÖPNV-Politik der CDU ist eine Schande. es gibt noch nicht mal einen Verkehrsverbund (obwohl die CDU das behauptet) sondern nur einen Tarifverbund. Wir wollen das ändern. wir wollen auch wieder mehr Geld dort investieren, das nehmen wir ais dem MIV.
Anne aus Saarbrücken fragt:
In vielen Bereichen sind Frauen heute noch immer benachteiligt gegenüber Männern. Wenn man die Linkspartei hört, fragt man sich wirklich, ob wir ins Mittelalter zurückkehren werden. Die Grünen machen hier in der Tat eine gute Figur. Wo aber sehen Sie konkrete Möglichkeiten die Vereinbarkeit von Kind und Karriere für Frauen zu verbessern? Was gedenken Sie zu tun?

Wichtig ist eine gute Ganztagsbetreuung für Kinder von der Kita über die Grundschule. Wir haben in Saarlouis solche Einrichtungen als Grüne durchgesetzt. Meine Kinder waren z.B auf der Ganztagsgrundschule im Vogelsang. Deshalb konnte meine Frau vor 10 Jahren ihr Studium durchziehen. Die Linkspartei (Christa Müller) will die Frau zurück an den Herd schicken, wir nicht!
Susanne aus Saarbrücken fragt:
Wie steht Ihre Partei zu Kulturprojekten, z.B. des geplanten 4. Pavillon in Saarbrücken? Was wollen die Grünen im Bereich der Kultur ändern?

Hallo Susanne!

In Zeiten von öffentlichen „Haushaltsnotlagen“ werden Kulturausgaben immer wieder gekürzt. Nicht mit uns
Saar-Grünen, denn für uns gehören Kunst und Kultur zu den elementaren „Lebensmitteln“ einer humanen Gesellschaft. Unsere grüne Landeskulturpolitik wird kommunale Kulturpolitik produktiv ergänzen, anregen und eigene Schwerpunkte setzen. Wir werden dabei die Bevölkerung in kulturpolitische Diskussionen einbeziehen.
Wir treten dafür ein, dass Kulturförderung zu einer kommunalen Pflichtaufgabe wird, zu deren Erfüllung wir die Kommunen auch mit den entsprechenden Finanzmitteln ausstatten wollen. Wir orientieren uns am Bild einer multikulturellen Gesellschaft, in der sich unterschiedliche Kulturen in einem Klima von Toleranz und Freiheit entfalten und gegenseitig beeinflussen.
Gerade im Saarland hat sich in den letzten Jahren trotz allem eine vielfältige kulturelle Szene entwickelt. Man findet sie in saarländischen Museen, beim Festival Max-Ophüls-Preis, in der regional bezogenen Kulturberichterstattung des Saarländischen Rundfunks, an den Hochschulen, insbesondere der Hochschule für Musik, an der Hochschule für bildende Künste und in der freien Szene. Daneben ist es wichtig, dass Kulturvereine in den
Mittelpunkt der zu fördernden Kulturpolitik gestellt werden. Sie garantieren die regionale Identität in Form von Laientheatern, Musik- und Gesangvereinen usw. Auch dadurch wird sichergestellt, dass die kulturellen Gegebenheiten in einer Gemeinde berücksichtigt werden. Kunst gibt es aber nur mit Künstlern und Künstlerinnen. Daher setzen wir uns dafür ein, dass es an saarländischen Spielstätten und „sonstigen Einrichtungen der Kunst“ ordentliche Beschäftigungsverhältnisse und soziale Absicherung für die Protagonisten gibt, um ihnen ein auskömmliches Einkommen zu ermöglichen.
Mark aus Nonnweiler fragt:
Guten Abend, es handelt sich eher um eine bundespolitische Frage.
Im nördlichen Saarland u.a. gibt es eine Firma, die Waffen, insbesondere Handgranaten, Munition und Raketen(teile) herstellt. Diese Firma ist ein größerer Arbeitgeber hier. Diese Sachen, die dort hergestellt werden, werden zum größten Teil ins Ausland verkauft. Wie vor kurzem erst wieder bekannt wurde, verdient Deutschland gut an diesen Waffenexporten ins Ausland. Es kann auch, wie einige Medienberichte zeigen, nicht ausgeschlossen werden, dass diese Waffen über ein Land, in das ausgeliefert werden darf (z.B. über Dubai) an "Schurkenstaaten" weitervermittelt werden. Wie ist die Haltung der Grünen hierzu?

Wir lehnen Waffenhandel an sogenannte Schurkenstaaten grundsätztlich ab. Problem sind oft die Kontrollen.
Steven aus Überherrn fragt:
Wie gehen Sie mit der Debatte um die so genannten Killerspiele um?

Hallo Steven!

Gewaltverherrlichung und Kriegslust haben in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen. Das ist und bleibt grüne Grundposition. Trotzdem halten wir ein Verbot von sogenannten Killerspielen für nicht zielführend und plädieren daher für eine differenzierte Auseinandersetzung und Positionierung. Die im Zusammenhang mit dem Amoklauf von Winnenden erhobenen Forderungen für ein komplettes Verbot sind populistisch und nicht durchsetzbar. Zum einen wird ein Amoklauf wie in Winnenden wieder auf das einfache Muster Gewaltspiel = Gewalterzeugung reduziert, der so nicht gilt. Zwar ist man sich in der Fachwelt einig, daß diese Spiele aggressionssteigernd wirken können. Aber dafür, daß Killerspiele allein zu solchen Taten führen, gibt es keinen Beleg. Die Gesellschaft darf jetzt nicht den gleichen Fehler begehen wie schon in früheren Jahren, schärfere Gesetze und Verbote zu fordern und zu meinen, dann sei schon alles in Ordnung. Es sind vielmehr individuelle und komplexere Zusammenhänge, die zu solchen Taten führen. Zum anderen wirkt es äußerst naiv, im heutigen Zeitalter der weltweiten Vernetzung, wie Bildungsministerin Schavan es versucht, mit nationalen Gesetzen im Bereich der Jugendschutzmedien Politik machen zu wollen. Wir haben keinen Einfluss darauf, welche Internetseiten von Servern z.B. in Russland gehostet werden. Fest steht aber bereits, dass Access-Sperren wirkungslos und nicht geeignet sind, den Zugriff auf inkriminierte Inhalte nennenswert zu erschweren. Da es politische Ohnmacht offiziell nicht geben kann, propagieren hilflose Politiker in ihrer Not dennoch auch gerne sinnlose Maßnahmen, um den Eindruck der Untätigkeit zu vermeiden.

Für uns steht fest, dass die Verbotsdebatte zu Killerspielen nichts einbringt. Spiele wie das oftmals im Fokus stehende Counterstrike sind bereits ab 16 Jahren zu erwerben und keineswegs undurchdachte Ballerspiele. Wir wollen hier stattdessen die vorhandenen Instrumente des Jugenschutzes stärken und allen Generationen deutlich mehr Medienkompetenz vermitteln.
Karl-Heinz aus Schwalbach fragt:
Sie haben gegen das Kraftwerk in Ensdorf gekämpft. Sehen Sie die Gefahr, dass wir noch einmal ´gegen ein solches Projekt vorgehen müssen, wenn das Damoklesschwert der Wahl nicht mehr über den Parteien hängt?

Hallo Karl-Heinz!

Wirtschaftsminister Rippel hat ja bereits in der Presse geäußert, dass "Ersatzbedarf" für das Kraftwerk in Ensdorf besteht. Wir gehen davon aus, dass dieses Thema nach der Wahl wieder sehr aktuell werden wird. Mit uns wird es kein Kohlegroßkraftwerk im Saarland geben!

Viele Grüße!
Arno aus Freisen fragt:
So meine letzte Frage an euch, möchte den anderen Interessenten den Vorrang lassen.

Erstmal ein dickes Lob für die Veranstaltung u. Engagement.

Gibt es Pläne oder wäre es vorstellbar diese Veranstaltung über diesen Tag weiter anzubieten, zwar nicht 24 Stunden, vielleicht so 2x pro Monat.

Quasi als aktuelle Stunden für landespolitische Themen.

Ja, wir werden das in Zukunft öfter machen.
Heinz-Georg aus Habkirchen an der Blies fragt:
Es werden viele Kraftfahrzeuge mit sehr hohen Motorleistungen zum Verkehr zugelassen.
Umweltbelastung, Verkehrssicherheit und Verkehrsdichte sprechen dazu massiv dagegen.
Warum lässt sich eine Leistungsbegrenzung bei Kraftfahrzeugen nicht durchsetzen?
Wieso werden solche Fahrzeuge als Geschäftsfahrzeuge gefördert, sind somit steuerlich voll absetzbar?
Warum kann man diesen Warnsinn politisch nicht stoppen?


Das kann man stoppen, am besten über eine entsprechende CO2-Besteuerung. Wer viel verbraucht zahlt dann auch viel. Verbieten ist immer schlecht. Das geht ordnungspolitisch einfach besser.
Torsten aus Blieskastel fragt:
Leider kann ich im Programm hier auf der Seite keine Stellungnahme zum Thema Volksentscheide finden. Wie stehen die Grünen zu dieser Thematik?

Gruß
Torsten

Hallo Torsten!

Hier der Link zu unserem Wahlprogramm: http://fraktion.gruene-saar.de/pdf/Lwp2009.pdf
Das Thema Bürgerbeteiligung und insbesondere unsere Vorstellungen zur Vereinfachung von Volksentscheiden im Saarland findest Du ab Seite 42. Wir wollen, dass das absolute Finanztabu, das in der Praxis jeden Volksentscheid verhindert (das Saarland belegt hier bundesweit den letzten Platz - es gab noch NIE einen Volksentscheid seit 1979 die Regelungen eingeführt worden sind) aufgehoben wird. Wir wollen außerdem, dass die Unterschriftenquoren gesenkt werden und die Möglichkeit der Volksinitiative geschaffen wird. Aber auch vor Ort in den Kommunen müssen die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung verbessert werden.

Viele Grüße!
Tobias aus Saarbrücken fragt:
Sollte eine Ampelkoalition und die meinerseits sowieso nicht erwünschte rot-rot-grüne Koalition keine Mehrheit erreichen, würden sie auch dann eine grün-gelb-schwarze Variante ausschließen, wenn nur ca 70% ihrer Forderungen erfüllt werden würden? Ich hätte nämlich lieber einen grünen Teil mit Kompromissen in der Regierung als eine große Koalition zb. und der Oppositionsrolle.

Wenn die Ampel moregn geht dann wird s sie auch geben. natürlich auch mit Kompromissen. Jamaica wäre dann erledigt, Rot-Rot -Grün sowieso.
Torsten aus Blieskastel fragt:
Wie stehen die Grünen zur aktuellen Innenpolitik in Sachen Datenschutz & Co.? Hierbei interessieren mich in erster Linie die immer weiter um sich greifende Datenerfassung (Vorratsdatenspeicherung) sowie die Thematik der Online Durchsuchungen von PC´s?. Kennzeichenerfassung wurde ja bereits in einer vorherigen Frage beantwortet.

Viele Grüße aus dem Bliesgau
Torsten

Hallo Torsten!

Wir lehnen diese Einschränkungen der Bürgerrechte kategorisch ab.

Viele Grüße aus Saarbrücken!
Arno aus Freisen fragt:
Was mich sehr beschätigt und beängstig ist die Vorratsdatenspeicherung u. die Online-Durchsuchungen. Wie ist Ihre Position und die der Grünen dazu!?

Hallo Arno!

Wir lehnen sowohl die Vorratsdatenspeicherung als auch heimliche online-Durchsuchungen kategorisch ab.

Viele Grüße aus Saarbrücken!
B. aus Reisbach fragt:
Wir schauen hier beim Thema Bergbau alle kritisch auf eine mögliche Koalition mit Rot-Rot. Wird Grün im Falle einer Regierungsbeteiligung noch etwas positives für Reisbach bewirken können und wenn ja: was?

Fest steht erstmal, das es mit den Grünen kein Rütteln am Bergbauuasstieg geben wird. Der Abbau unter Reisbach ist leider von der CDU schon genehmigt. Wir würden aber alles machbare versuchen um den Leuten in Reisbach noch zu helfen.
Martin Wanke aus Saarbrücken fragt:
Ergänzung zur Frage bzw. Antwort bzw. Internetsperren: Es haben 32 Abgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen mit nein gestimmt, 15 haben sich enthalten; vgl. das Protokoll der Bundestagssitzung vom 18.06.2009, ab Seite 151ff (Debatte), 165ff (namentliche Abstimmung) sowie Seite 323ff (Erklärungen zum Protokoll), z.B. einsehbar unter http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/16227.pdf

Auch wenn das eher Bundespolitik ist, würde ich es begrüßen, wenn sich die Grünen auch gegen eher ungeeignete Mittel zur sicherlich wünschenswerten Eindämmung von Kinderpornographie einsetzen würden. Dass - wenn erstmal erstmal die Technologie dazu etabliert ist - Dinge auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden können, hat man z.B. bei den Mautanlagen gesehen, deren Daten dann auch anderweitig benutzt werden...

Ansonsten: sehr gelungene Aktion; da die Fragen, die ich gehabt hätte (z.B. bzgl. Koalitionsfragen und Konsequenzen aus der Nichtdurchsetzbarkeit eigener Forderungen) schon von anderen gestellt wurden, bleibt mir nur, viel Erfolg für morgen zu wünschen; meine Stimme habt Ihr :-)

Hallo Martin!

Den aktuellen Vorschlägen zur Einführung von Internetsperrlisten und den Aufbau einer umfassenden Sperrinfrastruktur erteilen wir Grüne eine klare Absage, da sie rechtsstaatlich und technisch unverantwortlich sind. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Deshalb muss die Verfolgung von Straftaten im Internet intensiviert werden. Dazu bedarf es vor allem einer besseren technischen Ausstattung der Behörden und einer personellen Aufstockung von Fachkräften. Wir wollen Ermittlerinnen und Ermittler für die das Internet kein Fremdwort ist, sondern die schnell und wirksam Taten verfolgen. Bei Straftaten, wie der Verbreitung von Kinderpornografie oder nationalsozialistischer Propaganda im Netz, streiten wir für eine schärfere Verfolgung der Täterinnen und Täter – vor allem durch eine bessere internationale Kooperation zwischen den Staaten, beispielsweise durch vergleichbare Rechtsvorschriften oder gleiche Standards. Inhalte wie Kinderpornografie müssen aus dem Netz gelöscht werden, sobald sie bekannt sind. Wir wollen ein neutrales Medium, welches weder von Konzernen noch von Staaten gesteuert oder gefiltert wird. Dafür kämpfen wir!

Viele Grüße und Danke!
John aus Frabkreich fragt:
Hallo, ich habe vor im (hoffentlich bald schönerem ;-) ) Saarland zu studieren. Ich würde unheimlich gerne in die Energietechnik gehen, dafür wollte ich Informatik oder Elektrotechnik studieren.
Ich finde es schade dass Elektrotechnik an der Uni des Saarlandes nicht als Bachelor/Master angeboten wird, da Elektrotechnik wahrscheinlich DER Studiengang schlewchthin ist wenn man vor hat in die Energietechnik zu gehen. Wäre doch überlegenswert da nach all den Ansagen der Parteien das Saarland Vorreiter in erneuerbarer Energietchnik werden soll.
Kann eigentlich eine Regierung entscheiden ob ein Studiengang eingeführt werden soll? Was meint ihr dazu?

Viele Grüße ins grüne Zimmer ! :-)

Direkt Entscheiden kann die L-Reg. nicht. Sie kann aber auf die Uni/HTW einwirken indem sie die Finanzierung sicherstellt und verhandelt. Wir Grüne fordern übrigens einen Energieeffizienzschwerpunkt an der Uni und an der HTW.
Wolfgang aus Nohfelden fragt:
Guten Abend,
ich hatte Ihnen bereits unten stehende Frage zukommen lassen. Ich kann aber nicht nachvollziehen
ob meine Frage bei Ihnen eingegangen ist.
Daher nochmals meine Frage:

Bürger, die die Partei „Bündnis 90 Die Grünen“ wählen, gehören in der Regel zu den
einkommensstärkeren Bevölkerungsschichten, die einerseits eine Partei wählen, die sich
nachgewiesener Weise stark im Umweltschutz engagiert. Aber gerade diese Bürger, die dank guten
Einkommens auch stark konsumieren und dabei einen hohen Anteil der natürlichen Ressourcen
verbrauchen. Ich denke da u.a. zum Beispiel an die vielen Fernreise/Weltreiseziele dieser Leute.

Wie lassen sich solche Spaltungen in der Denkweise bei Menschen begründen?
Wie ist Ihre Sichtweise dazu?

In der Erwartung auf die Antwort meiner beiden Fragen, wünsche ich Ihnen noch einen schönen
Vorwahlabend.

Es kommt natürlich immer darauf an wie sich der/die Einzelne verhält. Wenn jemand einen Teil seines - in diesem Fall - hohen Einkommens zur energetischen Sanierung seines Hauses einsetzt, schaft er damit zum einen Job`s bei den Unternehmen die das machen und schont zum anderen die Umwelt durch weniger CO2 Emmissionen. Beim Reisen kommt`s darauf an wie das gemacht wir. Schiff oder Bahn sind ökologisch sinnvoller als Flugzeug.
Lukas aus - fragt:
Hallo und erstmal ein großes Lob an Euch dass Ihr euch Zeit nehmt um auf alle Frage einzugehen! Wie steht Ihr zu dem Herabsenken des Mindestalters auf 16 Jahren zum Erhalt des aktiven Wahlrechts auf Kommunalebene? Welche Möglichkeiten gibt es, um als Minderjähriger in Eurer Partei mitzuwirken und aktiv zu werden? Und inwiefern habt Ihr vor Private Haushalte in Sachen eneuerbare Energien zu fördern? Vielen Dank im vorraus, Liebe grüße und noch eine gute Nacht!

Hallo Lukas!

1. Wir haben hierzu bereits in dieser Legislaturperiode einen Gesetzentwurf eingebracht, der aber leider von der CDU-Mehrheitsfraktion abgelehnt worden ist. Wir werden uns aber auch nach der Wahl dafür einsetzen, dass 16-Jährige das aktive Wahlrecht auf kommunaler Ebene erhalten.

2. Minderjährige können sich in unserer Jugendorganisation, der "Grünen Jugend" aktiv engagieren. Hier findet man Einzelheiten dazu: www.gruenejugendsaar.de

3. Wir wollen vor allem die energetische Sanierung von Gebäuden durch entsprechende landesfinanzierte Förderprogramme voranbringen. Hierzu wollen wir auch die bestehenden KfW-Programme durch Landesmittel ergänzen.

Viele Grüße und ebenfalls eine gute Nacht!
Melanie aus Nohfelden fragt:
Erst mal ein Lob für eure tolle Aktion :-)
Mit wurde gesagt, dass es unter Umständen für die Grünen eng werden könnte mit der 5%-Hürde bei der Landtagswahl. Stimmt das?
Wie schätzen Sie die Situation ein?

Das stimmt. Wir liegen bei knapp 5% in den letzten internen Umfragen der Institute. Deshalb brauchen wir morgen jede Stimme, dann klappt`s. Hilf bitte mit, überzeug noch Leute. das entscheidet alles.
Fabian aus Beckingen fragt:
Hallo ihr Last-Minute-Wahlkämpfer,

ich hab zwei Fragen:

Gibt es grüne Vorschläge für eine Reform der Lehramtsausbildung (sowohl Studium als auch Referendariat) im Saarland?

Und: Wenn ein etwaiger Koalitionspartner auf die Idee käme das Versammlungsrecht verschärfen zu wollen, wäre da mit grüner Gegenwehr rechnen?

P.S. Auf den Bildern seht ihr so unterversorgt mit Kaffee o.ä. aus - mit solchen Parteifreunden braucht man aber keinen Koalitionspartner mehr der einem das Leben schwer macht.

Hallo Fabian!

1. Die Reform der LehrerInnenbildung ist der Schlüssel zu einer veränderten Lern- und Lehrkultur in unseren Schulen. Wir wollen die LehrerInnenausbildung reformieren, um den Erfordernissen einer veränderten und sich ändernden Schulstruktur und den Notwendigkeiten einer neuen Lernkultur in unseren Schulen besser gerecht zu werden. Dazu muss die Schulform bezogene LehrerInnenausbildung ersetzt werden durch eine Stufenlehrerausbildung, in der alle Lehrkräfte gleichermaßen grundständige (sonder- und sozial-) pädagogische und psychologische Kenntnisse zum Bilden und Erziehen von Kindern und Jugendlichen erwerben. Es ist ein Anachronismus, dass im Saarland immer noch HauptschullehrerInnen ausgebildet werden, obwohl es diese Schulform schon seit mehr als zehn Jahren bei uns nicht mehr gibt und in vielen anderen Bundesländern ebenso wenig vorhanden ist. Die LehrerInnenausbildung ist grundsätzlich eine universitäre wissenschaftliche Ausbildung, die entweder mit
dem Staatsexamen oder mit dem Master nach mindestens acht Semestern abschließt. Wir wollen keine Schmalspurausbildung für die Lehrerinnen und Lehrer, die mit dem Bachelor endet. Stattdessen brauchen wir eine einheitliche, qualitativ hochwertige Lehrerausbildung, in der berufspädagogische/bildungswissenschaftliche, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anteile gleich gewichtet sind.

2. Eine Verschärfung des Versammlungsrechtes ist mit uns nicht zu machen! Wir wollen keine weitere Einschränkung von Grundrechten. Das bestehende Versammlungsrecht hat sich bewährt - hierzu gibt es inzwischen viele höchstrichterliche Entscheidungen, die die Grenzen einer Einschränkung des Versammlungsrechts deutlich festgelegt haben. Hieran wollen wir nicht rütteln.

3. Wir sind super versorgt! Steht nur alles unterm Tisch und in der Küche, damit das Bild nicht gestört wird ;)

Viele Grüße aus Saarbrücken!
Alexandra aus Saarlouis fragt:
Welche Position vertreten die Grünen bei dem Thema der ausufernden Videoüberwachung?

Hallo Alexandra! Kameras schrecken Gewalttäter nicht ab und verhindern auch keine Terroranschläge. Das haben
spätestens die Anschläge in London gezeigt. Statt erweiterten Kompetenzen brauchen wir besser geschultes und ausgestattetes Personal und eine bessere Vernetzung der
zuständigen Behörden. Neue Gesetze und die Aufrüstung des Sicherheitsapparates bedeuten nicht zwangsläufig mehr Sicherheit. Einen wirksamen Schutz gegen Terrorgefahren
bietet vielmehr eine professionelle Polizeiarbeit. Die bisherigen Fahndungserfolge zeigen, dass es im Rahmen der bestehenden Gesetze möglich war und ist, der Terrorgefahr wirksam zu begegnen. Wir wollen einen Rechtsstaat, der seine Bürgerinnen und Bürger schützt und trotzdem seine und ihre Bürgerrechte achtet.
frank aus mandelbachtal fragt:
zur Zeit wird ja das Saarland erneut vonGoogle durchfotografiert,wie seht ihr den Schutz der Privatsphäre dadurch verletzt.
Grüße Frank

Hallo Frank! Wir halten das für datenschutzrechtlich äußerst bedenklich. Es gibt ja Gemeinden außerhalb des Saarlandes, die erwirkt haben, dass zumindest Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich gemacht werden. Das sollte unserer Auffassung nach auch im Saarland so gehandhabt werden.
Karsten Friedrich aus aktuell Karlstad (Schweden) fragt:
Hallo!
Wie zufrieden seid ihr bisher mit der Resonanz zu dieser 24-Stunden-Internet-Aktion?

Hallo Karsten Friedrich! Hätten wir nicht gedacht, dass wir auch Interessenten aus Schweden haben! Super! Freut uns. Die Resonanz ist - über den ganzen Tag gesehen - ganz gut. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Ruhephasen. Aber insgesamt sind wir sehr zufrieden. Herzliche Grüße in den hohen Norden! Wir grüßen in zwei Minuten auch mal in die Kamera :)
Manni aus Saarland fragt:
Was halten die Grünen von der automatischen Kennzeichenerfassung. Man hört ja nichts mehr davon.

Hallo Manni! Wir Saar-Grüne haben uns kategorisch gegen die Einführung der automatisierten Kennzeichenerfassung ausgesprochen und wollen sie auch wieder abschaffen. Unserer Auffassung nach steht die Erfassung aller Kennzeichen, die an dem Erfassungsgerät vorbeifahren, völlig außer Verhältnis. Hier wird jeder zunächst mal ohne Anlass unter Generalverdacht gestellt. Selbst wenn ein Tatverdächtiger tatsächlich in seinem Fahrzeug, dass auch auf ihn zugelassen ist, unterwegs ist und erfasst wird, muss auch entsprechend Polizeipersonal zur Verfügung stehen, dass dann auch direkt zugreifen kann. Sitzt dann aber doch ein anderer Fahrer hinterm Steuer, steht er plötzlich im Fokus einer polizeilichen Ermittlungsmaßnahme. Das halten wir in keinster Weise für gerechtfertigt.
Harald Kreutzer aus Saarbrücken fragt:
Wie werden die Grünen im Saarland den Bereich Fairer Handel in der Verwaltung und im öffentlichen Leben unterstützen und das soziale und ökologische Beschaffungswesen nach der Wahl angehen?

Die Marktmacht der öffentlichen Hand ist nicht zu unterschätzen. Da nicht alles was billig auch preiswert ist, dürfen sich die Einkäufer nicht nur wirtschaftlichen Kriterien bei der Vergabe leiten lassen. Die Ächtung von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit muss endlich in aktive Politik umgesetzt werden. Die künftige Landesregierung muss endlich in dieser Richtung im Bundestag tätig zu werden. Ziel muss es sein, eine zentrale Stelle zu schaffen, die die Bemühungen in diese Richtung koordiniert, kodifiziert und evaluiert. Darüber hinaus sollte das Saarland die vielfältigen Aktivitäten, die es in Kommunen, Vereinen in Sachen Fairtrade gibt, auch auf der Landesebene umsetzen. So könnte z.B. die saarländische Verwaltung eine echte Vorreiterrolle als "Fair-Trade-Förderer" einnehmen. Um den Einstieg in Fairtrade zu erleichtern, müssen
Landesstellen über die Möglichkeiten einer Einbeziehung öko-logischer und sozialer Kriterien informieren und einen Leitfaden für ökologische und soziale Kriterien bei der Formulierung von Ausschreibungen an die Hand bekommen. Das Land muss dazu eine Liste mit anerkannten Zertifizierungsmöglichkeiten erarbeiten, die es den Entscheidungsträgern auf allen Ebenen erlaubt, die Ausschreibungen klar und transparent zu gestalten. So kann fairer Handel auch im Saarland attraktiv gemacht werden!
Chris aus SLS fragt:
Wie stehen die Saar-Grünen zu Internetsperren und was wird man unternehmen um die eigene Position umzusetzen? Dies vor dem Hintergrund, dass sich 15 Grüne durch die eigene Enthaltung bei der Verabschiedung des Zugangserschwerungsgesetzes nicht für eine Verhinderung eingesetzt haben.

Hallo Chris! Wir Grüne haben uns in unserem Bundestagswahlprogramm eindeutig gegen Internetsperren ausgesprochen. Auf Landesebene haben wir hierauf leider keinen direkten Einfluss, sondern müssen uns über den Bundesrat für entsprechende Gesetzesänderungen stark machen. Wir setzen uns aber auch auf Landesebene für ein freies Internet ein. Wir lehnen die Filterung des Datenverkehrs sowie die Vorratsdatenspeicherung strikt ab. Ob und weshalb sich einzelne grüne Abgeordnete im Bundestag bei der Verabschiedung des Zugangserschwerungsgestzes enthalten haben, weiß ich nicht und kann ich jetzt leider auch nicht recherchieren.
Tilman :-) aus St.Wendel fragt:
Huhu Claudia :-)
Sehr schön wie ihr das macht ^^

Bin mal gespannt auf die Nachtschicht ... iss ja nich sooo viel los hier im Chat ...

Gruß Tilman ...

Dankeschön! Macht auch Spaß!
Liebe Grüße,
Claudia
Marius aus St. Wendel fragt:
Was sind eure Vorschläge beim Datenschutz privater Daten im Netz ?

Hallo Marius! Wir wollen, dass sowohl die Datenschutzgesetze auf Landes- als auch auf Bundesebene verbraucherfreundlicher ausgestaltet werden. Das heißt, jeder muss vor einer Speicherung und Verwendung seiner Daten - vor allem im Internet - hierüber informiert werden. Ohne seine (oder ihre) Zustimmung dürfen keine Daten weitergegeben werden. Außerdem wollen wir im Saarland ein unabhängiges Datenschutzzentrum einrichten, an das sich Verbraucherinnen und Verbraucher jederzeit wenden können. Im Moment ist die Kontrolle des Datenschutzes im privaten Bereich beim Innenministerium angesiedelt. Dort ist aber weder ausreichend Personal vorhanden, noch halten wir das Innenministerium für die richtige Behörde für diese wichtige Aufgabe. In Schleswig-Holstein hat man mit der Einrichtung des Datenschutzzentrums unter Leitung des Landesdatenschutzbeauftragten sehr gute Erfahrungen gemacht. Das wollen wir auch für das Saarland.
Harald J. Weber aus Heiligenwald fragt:
Wie wollen dir Grünen den ÖPNV verändern bzw. stärken und wie soll das finanziert werden?

Lieber Harald,
das Thema ÖPNV ist uns schon lange eine "Herzensangelegenheit". Wir brauchen endlich ein funktionierendes Nachtverkehrs-System, um Jugendlichen ohne Auto in den Ausgehnächten einen sicheren Transport nach hause zu garantieren. Aber auch außerhalb der Nächte ist Mobilität ein wichtiges Thema. Denn ohne gute Verkehrsanbindung wird der ländliche Raum immer weiter abgekoppelt. Deshalb wollen wir auch für ältere und immobile Mitbürger intelligente Verkehrsleistungen anbieten, z.B. Sammeltaxen. Außerdem müssen stillgelegte Bahnstrecken reaktiviert werden, um ländliche Bereiche besser an die Stadtgebiete anzuschließen. Zur Finanzierung:
Statt wie in den letzten 10 Jahren auf neue Straßen zu setzen und dort das Geld zu investieren (CDU-Linie), wollen wir künftig stärker in den ÖPNV investieren.Die Straßenbaupolitik muss sich radikal ändern, Verkehrspolitik darf nicht mehr zu allererst den Fokus auf Autofahrer richten. Daneben müssen wir neu verhandeln, was die Kosten unserer ÖPNV-Dienste angeht. Das Saarland zahlt nämlich für die gleiche Leistung wie das Land Rheinlad-Pfalz rund 10 Millionen Euro jährlich MEHR an die Bahn. Sehr schlecht verhandelt... das werden wir ändern. Die eingesparten Gelder können für neue Verbindungen und neue Mobilitätskonzepte verwendet werden (Car-Sharing etc.)
anna P. aus Beckingen fragt:
Ihr preist die Frauenquote so hoch- und warum turnt dann immer der Panzer auf dem vordersten Platz rum? Ihr hättet mehr Zustimmung ohne ihn- zumindest bei den Mädels.

Also ich(Claudia W-L) habe den ersten Platz auf der Liste für den Kreisverband Saarbrücken-und wenn wir rein kommen,dann zieht genau dieser Platz.Hubert ist eben in dem SLS-Bann der Erste.In der letzen Fraktion waren wir übrigends ursprünglich zwei Mädels und haben uns nicht von dem einen Mann dominieren lassen.Und wenn noch mehr Mädels politisch powern wollen,dann freuen wir uns.
Simone aus Homburg fragt:
Die Unterschiede bei den Einkommen zwischen Männern und Frauen haben sich nur geringfügig verringert (siehe Saartext). Was wollen die Grünen dagegen tun?

Wir haben politische Einflussmöglichkeiten auf die Privatwirtschaft über die Vergabe öffentlicher Aufträge.Den wollen wir nutzen und die Unternehmen mit Frauenförderplänen eher berücksichtigen.Wir kommen aber auch nicht um ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft vorbei.Dies belegen die angeführten Zahlen wieder eindrücksvoll.Aber auch im öffentlichen Dienst müssen Frauenförderpläne endlich konsequent umgesetzt werden.Es gibt keine Rechtfertigung dafür,dass die Arbeit,die eher von Frauen gemacht wird unterbewertet ist.So ist zB die Arbeit im Kindergarten oder der Grundschule von grosser Bedeutung und erhält dennoch nicht die erforderliche Wertschätzung-Einkommensunterschiede für die Beschäftigung an Grundschulen und Gymnasien müssen aufgehoben werden.Die Arbeit von Altenpflegerinnen ist zB körperlich sehr anstrengend,diese Anstrengung wird nicht entlohnt.Auch derartiges gehört auf den Prüfstand.Wir haben mit der Abwanderung gerade junger Frauen erhebliche Probleme.Diese bekommen hier dann auch keine Kinder und gründen woanders Familie.Wie wir für junge Frauen attraktiv werden gehört daher zu einer zentralen Zukunftsaufgabe.
Anonym aus SB fragt:
Welche Koalition würdet ihr eingehen??

Wir wünschen uns eine Ampelkoalition.Hierfür haben wir uns in unserem gesamten Wahlkampf eingesetzt.Wenn es dafür nicht reichen sollte, müssen wir versuchen mit dem Ergebnis möglichst viel an grünen Inhalten umzusetzen.Das wird in jeder anderen Koalition schwierig.Wenn wir aber kein Zukunftsfähiges,nachhaltiges und überzeugendes Projekt mit anderen Parteien verhandeln können,so bleiben wir in der Opposition .Wir haben immer ganz klar gemacht,dass die Themen Bildung,Energie ,Klima und Umwelt für uns die Koalitionsrelevanten Themen sind.
Frank aus Merzig fragt:
Wieso soll ich grün wählen?

Weil die Grünen im Saarland zunächst mal der Garant dafür sind, dass nicht alles so weiter geht wie bisher. Wir wollen das Land ökologisch, ökonomisch und sozial erneuern. Eine Politik, die auch nachfolgenden Generationen gerecht wird, ist unser Ziel. D.h. wir wollen ein gerechtes Bildungssystem, das Bildungschancen nicht vom Geldbeutel der Eltern macht und wir wollen das Saarland endlich von seiner Schlusslichtposition bei den Erneuerbaren Energien, beim Klimaschutz und in der Verkehrspolitik runterholen. Das ist wichtiger denn je für die Zukunft des Landes.

Einen echten Politikwechsel für Umwelt- und Klimaschutz, faire Bildungschancen und neue Jobs gibt es nur mit den Grünen. Wenn die Grünen z.B. nicht in den Landtag kämen, gäbe es eine schwarz-gelbe Landesregierung, die das Land nicht voranbringen würde. Nur starke Grüne können das verhindern.
Nadine aus Rehlingen-Siersburg fragt:
Wie wollen die Grünen es erreichen, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen?

Wir setzen uns für eine Quotenregelung ein.Wir wollen ebenso Unternehmen bei der öffentlichen Auftragsvergabe stärker berücksichtigen,die auch Frauen fördern und wollen vor allem alles unterstützen,was Eltern und Pflegenden hilft.Familiäre Aufgaben müssen auf beide Geschlechter verteilt werden und für Frauen und Männer möglich sein.Dazu gehört vor allem,dass die Einkommensunterschiede abgebaut werden.
Kai aus St. Wendel fragt:
"...den letzten Versuch" hört sich aber nicht nach einer ernsthaften Zielumsetzung an. Schade. Denn die Zeiten sind vorbei, als die Grünen bei diesem Thema noch als Drogenpartei abgestempelt wurden. Ich hoffe ihr Grüne nehmt euch das zu Herzen dafür wähle ich euch.

"Versuch" war wirklich etwas schlecht ausgedrückt. Aber es ist schwer , wenn nicht sogar unmöglich, gegen die konservativen Parteien, aus der Opposition heraus, ein so wichtiges Thema durchzusetzen.
Kai aus St. Wendel fragt:
Es hieß, dass die Grünen bei weichen Drogen wie Cannabis unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabeform über lizenzierte Fachgeschäfte ermöglichen wollen, sowie weitere Erleichterungen für die medizinische Verwendung von Cannabis sowie vernünftige Regelungen und Grenzwerte im Bereich Cannabis und Straßenverkehr durchsetzen wollen.

Wann habt ihr denn das letzte Mal ernsthaft versucht die Leute auf eine vernünftigere Drogenpolitik aufmerksam zu machen?

Setzt euch ernsthaft für eine liberalere Drogenpolitik ein, dann bekommt ihr auch die Stimmen der Konsumenten.

Wir wollen eine rationale Drogenpolitik, die auf den Dreiklang aus Prävention, Hilfe und Entkriminalisierung setzt. Ein an der Freiheit seiner Bürgerinnen und Bürger orientierter Staat darf in deren Rechte nur eingreifen, wenn es zum Schutz der Grundrechte Dritter erforderlich und verhältnismäßig ist. Dafür setzen sich die Grünen auf Bundesebene ein.
Den letzten Versuch diese Ziele umzusetzen wurde am 28.01.2009 im Bundestag durch einen Antrag auf die Tagesordnung gebracht: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/117/1611762.pdf
Peter T. aus Heusweiler fragt:
Wenn schon zweisprachige Förderung, warum nicht gleich Englisch? Schließlich wird die Weltsprache immer wichtiger.

Generell:
Gewalt und Drogendelikte an Schulen ist mittlerweile schon an der Tagesordnung. Wie wollen/werden sich die Grünen dafür einsetzen?
Schließlich bringt meinem Kind das tollste Schulsystem nichts, wenn es täglich Angst davor haben muss.

Wir wollen, dass die Kinder in den Kindergärten sozusagen zweisprachig auswachsen. Dort sollen sie die Sprache unseres Nachbarlandes lernen. Wir im Saarland leben in einer Grenzregion. Wir Grüne glauben, dass der interkulturelle Austausch bei uns jeden Tag gelebt wird und durch entsprechende Sprachförderung auch ausgebaut werden kann.
In der Grundschule kann dann, wenn unser Konzept im Kindergarten umgesetzt wird, mit Englisch gestartet werden.


Der Gewalt und dem erhöhten Drogenkonsum an den Schulen wollen wir durch verstärkte Prävention entgegentreten. Sozialarbeiter und Schoolworker sollen diese Präventionsarbeit leisten und leiten. Sie sollen Anlaufstation und Vertrauensperson für SchülerInnen sein. Dafür wollen wir weitere Stellen schaffen.
Arno aus Freisen fragt:
Unsere Schulen u. Kindergärten befinden sich teilweise in einem erbärmlichen Zustand, wenn es sich nicht um Vorzeige-Objekte handelt. Wie wollen sie diesen Zustand ändern u. woher kommt das Geld dafür!?

Lieber Arno,

vielen Dank für deine vielen Fragen. Aber bitte hab Verständnis dafür, dass wir hier nicht in einen Dialog geraten wollen. Wir haben sehr sehr viele Anfragen hier,die wir jetzt vorrangig behandeln müssen.
Danke nochmals!
Christian aus Saarlouis fragt:
Ich bin ein 43jähriger Vater, dessen 5jähriger Sohn nächstes Jahr eingeschult werden soll. Was werden die Grünen in Regierungsverantwortung tun, dass die Schule Kinder individuell nach ihren Fähigkeiten fördert? Stichwort nordische Schulsysteme, die ihre Wirksamkeit längst unter Beweis gestellt haben.

Die Grundschule ist die wichtigste Schule und im Übrigen eine gemeinsame Schule für alle Kinder, wie sie in Skandinavien üblich ist. Wir wollen verhindern, dass weitere Gundschulenl geschlossen werden, wie es die CDU gemacht hat. Deshalb werden wir wieder auch die Einzügigkeit im Gesetz verankern.
Weiterhin werden wir den Förderunterricht in den Grundschulen ausbauen, um die Kinder stärker individuell fördern zu können.
Wir werden auch einen Stufenplan erstellen zur Einführung von echten gebührenfreien Ganztagsschulen als Wahlangebot für die Eltern,die dies wünschen. Von den nordischen Schulsystemen können wir viel lernen, z. B. die Kinder, in ihren Bedürfnissen, Stärken und Schwächen ernst nehmen und eine Pädagogik betreiben nach dem Motto: Niemanden zurücklassen, jeder ist wichtig.
Dazu wollen wir auch in die Lehreraus- und fortbildung investieren.
Arno aus Freisen fragt:
Welche Position haben sie zu dem Thema, kinder im Vorschulalter gezielt in Punkto Sprache, am besten zweisprachig deutsch u. englisch z. Bsp. Motorig,Feinmotorig, usw. also all das, dass die Bezeichnung Vorschule auch gerechtfertig ist.

Zweisprachige Förderung im Vorschulalter ist erstrebenswert. Im Saarland sollte das Französisch sein. Ziel ist es, die Kinder zweisprachig zu erziehen. Als erste Fremdsprache kann man dann anschließend in der Schule Englisch lernen. Doch nicht nur Fremdsprachenerziehung ist wichtig, Bewegungserziehung und motorischeSchulung gehören auch dazu - insbesondere im vorschulichen Bereich.
Dennis aus Saarlouis fragt:
Ich finde euer Konzept "Eine Schule für alle" klasse! Jedoch kann ich mir die praktische Umsetzung nicht richtig vorstellen...
Ich stell es mir schwierig, fast unmöglich vor ein bereits vorhandenes Schulsystem so radikal zu verändern.

Es ist richtig, ein Schulsystem radikal zu ändern, geht nicht. Im Saarland ist es besonders schwer, da die Schulformen in der Verfassung stehen und nicht so ohne weiteres abgeschafft werden können. Dazu ist eine Zweidrittelmehrheit im Landtag erforderlich und die ist nicht in Sicht. Dennoch bleiben wir bei unserer Zielvorstellung der "EineSchule für alle", das gibt es inganz Europa so. Wir wollen auf dieser Grundlage aber Reformen im bestehenden System durchführen, d. h. längeres gemeinsames Lernen ohne Trennung der Schüler nach Schulformen, offenhalten der Bildungsgänge, und individuelle Förderung in echten Ganztagsschulen.
Christian aus Neunkirchen fragt:
Ich entscheide Morgen wahrscheinlich erst in der Wahlkabine wo es hingeht, aber ich bin schon recht nah an Euch dran ... Meine "einzige" Sorge - sagen wir die Grösste! - kann man Lafontaine bei rot-rot-grün eigentlich davon abhalten wieder alles hinzuschmeissen?

Oskar ist nur das Zugpferd der Linken im Saarland. Er wird nach der Wahl wieder nach Berlin verschwinden. Wenn du dich für die Grünen entscheidest, kannst du sicher sein, dass wir unsere Themen umsetzen werden.
Arno aus Freisen fragt:
Könnten sich die Grünen vorstellen, dass man auch ein Studium beginnen könnte, ohne Abitur!?

Zugang mittlere Bildungabschluss u. abgeschlossene Berufsausbildung.

Der Zugang zum Studium sollte auch über eine abgeschlossene Berufsausbildung möglich sein. Das gibt es übrigens heute schon, aber nur in unbegrenztem Umfang und ist mit hohen Hürden verbunden. Wir wollen die rechtlichen Voraussetzungen für einen Hochachulzugang über eine qualifizierte Berufsausbildung verbessern.
Christian aus Saarbrücken fragt:
Gerade ist ja Bildung das Thema.
Ein Gedankenspiel: Ich gäbe den Grünen 10 Mio. Euro, die Sie in die Saar-Hochschulen investieren könnten. Was würden Sie damit tun?

Ich würde das Geld in die Verbesserung der Lehre stecken, d.h. Tutorien einrichten und dafür sorgen dass die Lerngruppen kleiner werden, d. h. auch mehr Wissenschaftspersonal zur Verfügung stelllen.Wo es am dringendsten brennt, sollten die Studierenden am besten wissen, die würde ich an der Verteilung beteiligen.
Auch die Studienberatung muss dringend verbessert werden.
Arno aus Freisen fragt:
Familienpolitik ist sehr wichtiges Thema. Aber warum sollen z.Bsp. einem besser verdienenden kinderlosem Ehepaar das Splitting von Singles finanziert werden? Warum sind Geschiedene mit kindern, Ehepaaren mit Kindern schlechter gestellt. Sollten da die Lasten nicht gerechter verteilt werden!?

Die Grünen sind gegen das Ehegattensplitting. Dies kann aber auf Landesebene nicht entschieden werden.
Dirk Breder aus Bexbach fragt:
Hallo liebe Grünen

Euer Vertreter in Bexbach, Müller, hat sich für die Anwohner der Dunzweilerstaße in Höchen hervorragend eingesetzt dafür vielen Dank.
Aber heute hat die SPD ihr Bexbach Aktuell verteilt und da ist zu lesen, dass eure Vertreter sich für einen Arbeitsplatz kaufen lassen. Schade. Wie steht ihr zu diesem Vorwurf und ist daran wirklich etwas Wahres. Wäre wirklich schade, da es in Bexbach endlich wieder Grün gab.

Davon ist uns hier nichts bekannt. Ich kann diese Vorwürfe auch nicht verifizieren. Diejenigen, die sie erheben, sollten sie aber gut belegen können.
Abbas aus Burbach fragt:
Hallo,
wie woll ihr überhaupt die Einbürgerung und das Wahlrecht erleichtern?
Ich selbst habe ausländische Wurzeln aber finde das Leute ohne Einbürgerung wählen dürfen irgendwie schwachsinnig.

Die deutsche Staatsangehörigkeit allein kann keinen Integrationsprozess ersetzen. Wir wollen eine möglichst weitgehende Angleichung der Rechte von langjährig in Deutschland lebenden Eingewanderten, auch wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit nicht annehmen. Wer seinen Lebensmittelpunkt in einer saarländischen Kommune hat, soll auch politisch mitbestimmen dürfen.
Wir wollen erreichen, dass auch eingebürgerte Deutsche in die Integrations- und Migrationsbeiräte wählbar sind und dass sie das aktive Wahlrecht haben, wenn sie auf ihren Antrag in das Wählerverzeichnis zur Wahl des Integrations- und Migrationsbeirates aufgenommen worden sind.
Kevin aus Nohfelden fragt:
Hallo,
ich habel letztens euer Erstwählerbrief bekommen, und bin auch sehr zuversichtlich Grün zu wählen.
Aber was ich mich wundere ist, warum seid ihr Grünen im Osten Saarland nicht so stark vertreten?

Wir sind schon stärker geworden und wollen dort noch einiges aufbauen. Du kannst uns dabei helfen.
Michael aus Homburg fragt:
Ich war jahrelang CDU Wähler, aber die letzten fünf Jahre hatte mich der Müller komplett enttäuscht was die Bildungspolitik angeht.
Bei eurer Idee von einer Ganztagsschule was wollt ihr denn anders machen als Müller geplant hatte?
Weil bin jetzt komplett unsicher wo ich mein Kreuzchen morgen machen soll!!!

In einer echten Ganztagsschule gibt es nachmittags nicht nur eine Betreuung oder "Aufbewahrung" der Kinder, es gibt eine Verzahnung von Vormittagsunterricht und Nachmittagsunterricht mit einer ausreichenden Mittagspause. Dazu gibt es Arbeitsgemeinschaften zur Auswahl für die Schüler, z. B. in Sport, Theater,Musik, Computer usw.Weiterhin gibt es Förderunterricht und Hausaufgabennetreuung, damit keine Nachhilfe notwendig ist. Nach unserer Vorstellung ist die Ganztagsschule gebührenfrei, denn Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Zudem sollen sich die Schüler in unserer Ganztagsschule wohlfühlen und diese gerne besuchen.
Dafür gibt es viele gute Vorbilder auch in Deutschland.
Carla aus Heusweiler fragt:
Könntet ihr euch vorstellen mit der SPD und den LINKEN eine Regierung zu bilden, wenn dabei eure Forderungen erfüllt werden?
Obwohl ihr keien so guten Draht zum Oskar habt wie zum Maas?

Wenn ALLE unsere Forderungen erfüllt werden, dann können wir uns das vorstellen. Wir haben ja immer wieder gesagt,dass wir eine etwaige Koaltion an Inhalten festmachen werden. Das heißt, wenn der Bergbauausstieg planmäßig verfolgt wird, wenn die Studiengebühren abgeschafft werden, wenn in erneuerbare Energien und den Klimaschutz investiert wird und der Bildungsmurks an der Saar beendet wird, dann sind wir für eine rot-rot-grüne Koalition offen.
Yvette aus Sulzbach fragt:
Was soll man denn unter einer echten Ganztagschule verstehen?
Ich selbst, Mutter von 2 Kindern muss sie immer nachmittags im Hort lassen, da ich berufstätig bin.Aber was dort beigebracht wird ist einfach nichts dem Geld wert was wir zahlen.


In einer echten Ganztagsschule gibt es nachmittags nicht nur eine Betreuung oder "Aufbewahrung" der Kinder, es gibt eine Verzahnung von Vormittagsunterricht und Nachmittagsunterricht mit einer ausreichenden Mittagspause. Dazu gibt es Arbeitsgemeinschaften zur Auswahl für die Schüler, z. B. in Sport, Theater,Musik, Computer usw.Weiterhin gibt es Förderunterricht und Hausaufgabennetreuung, damit keine Nachhilfe notwendig ist. Nach unserer Vorstellung ist die Ganztagsschule gebührenfrei, denn Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Zudem sollen sich die Schüler in unserer Ganztagsschule wohlfühlen und diese gerne besuchen.
Dafür gibt es viele gute Vorbilder auch in Deutschland.
Steffen aus Quierschied fragt:
Warum wollte Hubert kein Minister werden lt. seiner Äüßerung im letztem Interview?
Und wer würde dann an seiner Stelle den Posten bekommen, wenn die Grünen der Regierung beteiligt sind?

Die Gestaltungemöglichkeiten für Hubert Ulrich sind als Fraktionsvorsitzender wesentlich größer. Als Minister wäre er an ein Thema bzw. an ein Ressort gebunden.
Über Personal werden wir ab morgen abend diskutieren,wenn die amtlichen Endergebnisse feststehen und Koalitionsverhandlungen geführt werden.

Jerome aus Saarbrücken fragt:
In eurem Wahlprogramm steht ja, dass ihr die Studiengebürhen abschaffen wollt!
Aber wie wollt ihr das anstellen?Und welche Koalition beabsichtigt ihr denn?

Abschaffen der Studiengebühren wollen wir durch Umschichtungen im Landeshaushalt, insbesondere im Bereich der Wirtschaftsforderung, das sind etwa 10 Millionen, finanzieren. Wir glauben, dass ein kostenloses Studium die beste Wirtschaftsförderung ist.
Peter Müller aus Eppelborn fragt:
Wie lange ist dei Nase und wie kurz sind die Beine von Oskar Lafonatine mittlerweile?

Die Beine sind immerhin lange genug, um nach der Wahl nach Berlin zu rennen ;-)
Arno aus Freisen fragt:
Umweltpolitik.
Wo sehen sie die Verantwortung der Kommunen bzw. welche Anreize können diese geben und welche Aspekte und Anreize sprechen dafür, dass sich die Menschen vor Ort noch mehr für dieses Thema interessieren sollten!?

Umweltpolitik ist Aufagabe der örtlichen Gemeinschaft. Das bedeutet, dass die Kommunen hier ihrer Vorbildfunktion gerecht werden müssen. Die kommunalen Umweltämter und die örtlichen Naturschutzbeauftragten sind als Multiplikatoren zu stärken.
Bernd Thul aus Neunkirchen fragt:
Was planen die Grünen in Sachen Ganztagsschulen?

Einführung von echten Ganztagsschulen nach einem Stufenplan als freiwilliges Angebot für die Eltern, die dafür auch keine Gebühren zahlen sollen.
K.Kessler
Arno aus Freisen fragt:
Umweltpolitik.
Wollen sie den Handel zur Rücknahme nur Stärken, in Form einer Selbstverpflichtung? oder zur Rüchnahme verpflichten? Z. Zt. nimmt der Handel Energiesparlampen nur aus Kulanz zurück, mit dem Hinweis, dass sie es eigentlich nicht müssten.

Wir könnten uns vorstellen, dass der Handel, wie in anderen Fällen auch, zur Rücknahme verpflichtet wird.
Arno aus Freisen fragt:
Woher soll das Geld für die Jungenarbeit herkommen?, welche sie eben beschrieben haben!

Wir wollen das Geld durch Umschichtungen im Landeshaushalt bekommen, d.h. wir wollen z.B. dort sparen, wo die LAndesregierung bisher das Geld etwas zu großzügig ausgegeben hat, etwa in Reden beim Gondwanapark. Zudem ist das oft eine Frage der Organisation in den einzelnen Haushaltstiteln. Dazu kommt die so genannte "demographische Rendite", da durch den Rückgang der Bevölkerung finanzielle Ressourcen "frei" werden, die man in der Jugendarbeit trotz zurückgehender Zahl der Jugendlichen belassen muss. Wir brauchen die Jugend, um die Zukunft des Landes zu organisieren. Deshalb sollte man da auch Schwerpunkte setzen.
Frank aus Saarbrücken fragt:
Welche Positionen vertreten die Grünen bezüglich des "Stadtmitte am Fluss" Projektes in Saarbrücken?

Das Projekt „Stadtmitte am Fluss“ sehen wir als eine große Chance an, die Innenstadt zum Fluss hin zu öffnen und damit insbesondere für die Wohnbevölkerung der Innenstadt lebenswert zu gestalten. Den Gestaltungs-Entwurf verstehen wir als Diskussionsgrundlage, sehen aber auch noch Verbesserungsbedarf bei der Ausgestaltung und im Grünbereich.

Wir GRÜNE erwarten von der Verwaltung, dass ein effektives Krisen- und Finanzmanagement etabliert wird, so dass die Kosten des Großprojekts beherrschbar bleiben. Wir wollen außerdem, dass schnellstmöglich durch ein Tempolimit die Lärmproblematik eingedämmt und die Lebensqualität verbessert wird.
Susana aus Saarlouis fragt:
Ich habe bisher viel darüber gelesen, was die Grünen verändern wollen. Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass Akademiker, die im Ausland ihr Diplom erhalten, in Deutschland nicht arbeiten können. Wie wollen die Grünen dagegen antreten? MFG

Wir wollen, dass Migrantinnen und Migranten mit ihren Kompetenzen, Ressourcen und Erfahrungen als Bereicherung wahrgenommen werden. Nicht wenige Migrantinnen und Migranten verfügen über fundierte im Herkunftsland erworbene berufliche Qualifikationen, die hier jedoch nicht anerkannt werden; sie müssen quasi bei Null anfangen. Das wollen wir ändern. Wir setzen uns dafür ein, dass Anerkennungsverfahren erleichtert werden sowie bessere Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für Anpassungsqualifikationen geschaffen werden. Im Ausland erworbene Schul- und Berufsabschlüsse müssen gleichgestellt oder durch entsprechende Nachqualifizierungen und Förderprogramme angepasst werden.
Arno aus Freisen fragt:
Wie ist ihre Position zu den ansteigenden Zahlen: "Alkoholmissbrauch" , Jungendkriminalität und der Anstieg der Gewalt, gerade die von Jugendlichen ausgeht!?

Wir wollen der Jugend eine Perspektive geben, d.h. wir wollen dafür sorgen, dass sie sich sinnvoll beschäftigt. Dazu gehört die Förderung kommunaler Jugendzentren genauso wie vor allem in Brennpunkten eine professionelle Jugendarbeit, die auch den schulischen Bereich umfasst.

Egon R. aus Wadgassen fragt:
Meine Frau wandern gerne durch saarländische Wälder. Wir wundern uns oft über den katastrophalen Zustand. Was werden die Grünen dagegen tun?

Hallo Egon!

Der Schutz des saarländischen Waldes hat für uns eine besonders hohe Bedeutung. Wir werden es nicht weiter zulassen, dass der Saarwald nur auf den Holzertrag reduziert wird. Die CDU hat die "schwarze Null" (Zitat Umweltminister Mörsdorf) ausgerufen, reduziert Waldarbeiter und schickt Megamaschinen in den Wald. Da bleibt wirklich kein "Auge" trocken!.
Wald ist Lebens- und Erholungsraum, ist Arbeitsplatz und CO2-Senke.
Wir werden unseren Wald in das Saarländische Klimaschutzkonzept einbinden und den "Raubbau" stoppen.
Arno aus Freisen fragt:
Umweltpolitik.
Wie ist die Position der Grünen zu Energiesparlampen.
Pfandsystem, Entsorgung, Rücknahmesystem der Kommunen.
Meine Position geht klar in die Richtung Pfand.

Im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes wollen wir die Rücknahme über den Handel stärken. Zur Zeit werden auch sogenannte Wertstoffhöfe geplant. Solche gibt es schon in Luxemburg und einzelnen saarl. Gemeinden. Auch dort werden zukünftig solche Lampen gesammelt und werden dann umweltschonend verwertet .
Arno aus Freisen fragt:
Dass die direkte Beteiligung der Menschen an der CDU gescheitert ist, wundert mich nicht. Das kann doch nicht die Antwort darauf sein!?
Auch nicht zu hoffen auf eine Regierungsbeteiligung. Welche Alternativen gibt es. Z. Bsp. Unterschriften-Sammlung oder..

Bürgerbegehren über bestimmte Themen, wie etwa die Bauleitplanung, sind im Saarland im Gegensatz zu anderen Bundesländern gar nicht möglich. Unnötige formale Hürden müssen daher abgebaut werden. Wir wollen die Bürgerbeteiligung deutlich verbessern und bürgerfreundlicher gestalten. Umweltthemen sowie Bau- und Planungsverfahren dürfen – wie in anderen Bundesländern auch – vom Bürgerentscheid nicht ausgeschlossen werden. Das Unterschriftenquorum muss gesenkt werden. Für den Erfolg von Bürgerentscheiden soll eine einfache Mehrheit ausreichen. Daneben wollen wir ein vereinfachtes Akteneinsichtsrecht. Wir wollen ein echtes Recht auf Informationsfreiheit für alle saarländischen Bürgerinnen und Bürger. Sie sollen freien Zugang zu den Informationen über die Tätigkeiten der öffentlichen Verwaltung erhalten, ohne eine persönliche Betroffenheit nachweisen zu müssen. Den Bürgerinnen und Bürgern soll mit Hilfe eines Informationsfreiheitsgesetzes die Möglichkeit eröffnet werden, den politischen Prozess mitzugestalten und staatliche Entscheidungen zu kontrollieren.
Patrick aus Tholey fragt:
Hallo,

durch den Ausstieg aus der Steinkohle ist ja anzunehmen, dass schlagartig auch die Importpreise nach oben schnellen.

Wie wollen die Grünen diesen massiven Energieverlust an der Saar ausgleichen? AKW werden ja ebenfalls abgelehnt und ein alleiniges Setzen auf Wind, Wasser und Sonne erscheint mir doch sehr unrealistisch.

Danke

Das Saarland produziert heute schon mehr Strom, als es selbst verbraucht. Deshalb setzen wir bei der Erneuerung des Kraftwerksparks vor allem auf regenerative Energien und für den Übergang auf dezentrale Gas-und-Dampf-Kraftwerke, die wärmegeführt einen deutlich höheren Wirkungsgrad bei deutlich weniger Schadstoffausstoß haben. Zudem müssen wir vor allem auf Energieeffizienz setzen, d.h. heute sind Energieersparnisse von 30% ohne Komfortverlust möglich. Energie, die man nicht verbraucht, braucht man eben auch nicht zu erzeugen ;-)

Wenn man sich anschaut, dass jetzt sogar die Industrie auf große Sonnenkraftwerke in der Wüste oder in den Sonnenreichen Regionen Spaniens setzt, ist das sicher ein Hinweis dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sogar im Grundlastbereich sind Kraftwerke mittlerweile aus erneuerbaren Energien möglich. Also: Langfristig weg von den fossilen Energieträgern und hin zu mehr Effizienz und Erneuerbaren Energien.
Ich wäle Grün aus Saarbrücken fragt:
Was ist in ihren Augen das dringendste Umweltproblem, dass sie als erstes angehen werden, wenn die grünen in die Regierung kommen?

Die laufende Klimaveränderung ist sicher das zentrale Umweltproblem mit unvorhersehbaren langfristigen Folgen.
Getreu dem Grundsatz "Global denken-lokal handeln" sind vor Ort. also auch im Sarland, alle Register zu ziehen, die den laufenden Prozess abmildern.
Eine verantwortungsvolle Energie- und Verkehrspolitik sind daher zentrale Punkte einer vorausschauenden Politik. Das schöne - dies ist auch aktive Arbeitsmarktpolitik.
Arno aus Freisen fragt:
Programme und Positionen hören sich immer gut. Mich würde interessieren unabhängig von Koalitionsaussagen, wie es in der Realität aussieht.
D.h. ich kann keine Politik gegen bzw. ohne die Menschen machen. Also wie wollen die Grünen konkret die Menschen mitnehmen, dass ihre politik eine reale Change hat.

Wir pflegen eine transparenten Politikstil. Dazu gehört der Grundsatz, dass wir nicht nur unsere Arbeit parteiöffentlich gestalten, vielmehr haben wir uns in der Vergangenheit immer wieder für mehr direkte Demokratie, d.h. Bürgerbeteiligung eingesetzt. Im Landtag hat die Grüne-Fraktion Gesetzgebungsinitiativen gestartet, die jedoch durch dei CDU-Mehrheit abgeschmettert wurden. Wir bleiben aber weiter am Ball.
Estherhazy aus Merchweiler fragt:
ich in sehr frustriert über die politik hier im saarland und glaube den meisten politikern kein wort mehr, da sie sowieso umschwänken,sobald schwirigkeiten auf sie zu kommen. aber die grünen machen im moment einen ehrlich eindruck auf mich. ich weis daa politik kompromisse erfordert, wohabtihr dabei eure grenzen und glaubt ihr, dass ihr euch treu bleiben könnt, wenn ihr eine koalition mit einer großen partei eingehen müsst?

Wir haben immer klar gemacht, dass gerade die Themen Bildung, Energie, Klima und Umwelt für uns die zentralen und koalitionsrelevanten Themen sind. Das bedeutet konkret mit uns wird es KEINE Koalition geben, die: Studiengebühren weiterführt, den Bergbauausstieg hinauszögert oder gar verhindern will, G8 in der bisherigen Form beibehalten will und Investitionen in erneuerbare Energien blockieren wird.

www.saarland-veraendern.de/media/vertrag.pdf
Luisa aus Heusweiler fragt:
Ich lese immer wieder von neuen Investitionen und neuen Arbeitsplätzen und Umstruckturierung und Umorientierung.
Wo soll eigentlich das Geld dafür herkommen?

Es gibt ein Etat der Wirtschaftförderung. Diesen wollen wir gezielt in die folgenden Bereiche lenken: Energieeffizienz, Umwelttechnologien und erneuerbare Energien. In diesen Bereichen wurden durch das EEG bereits 280 000 Arbeitsplätze geschaffen. Das Saarland ging dabei leer aus. Das wollen wir ändern. Wir werden uns auch auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die Förderung fortgsetzt wird.
Frank Dimitroff aus Homburg fragt:
Geht ihr mit der CDU zusammen um an die Macht zu kommen

Uns geht es um die Umsetzung von Inhalten. Dort wo die größten Schnittmengen vorhanden sind werden wir unsere Entscheidung treffen.
Eines wird es nicht geben: Macht um jeden Preis!!!

Gruß
Simon aus Saarlouis fragt:
Werden die Grünen, wenn sie in der Regierung sind, dafür sorgen, dass die Jugendarbeit vorangetrieben wird und zum Beispiel an jeder Schule psychologisches bzw. pädagogisches Personal eingestellt wird die Zahl der Streetworker erhöht wird?

Wir werden dafür sorgen, dass die Jugendarbeit vorangetrieben wird. Dazu ist zusätzliches Personal an den Schulen erforderlich. Streetworker und Schulpsychologen werden dringend gebraucht und müssen daher eingestellt werden.
Thomas aus Merchweiler fragt:
Ihr habt euch im Wahlkampf so auf die Linke eingeschossen..aber auch auf die CDU..mit wem zur Hölle wollt ihr überhaupt eine Koalition eingehen? Ohne,dass euch der Laden um die Ohren fliegt? Jamaica trägt wohl nur ein Tel der Partei mit ( der finanziell besser gestellte)..mit den Linken könnt ihr keine Koalition machen ohne, dass ihr euch komplett lächerlich macht..und jetzt kommt mir nicht mit Inhalten und so..da ist die Schnittmenge mit der CDU ja höher als mit der Linkspartei (Studiengebühren abschaffen,Ullrich Umweltminister und schon passt das).
Für Rot-Grün reicht es dicke nicht..genau so wenig wie es für die Ampel reichen wird..keine Ahnung warum Ullrich das immer erzählt..die FDP wird das nicht mitmachen und die Ampel wird auch keine Mehrheit haben.

Also was zur Hölle wollt ihr eigentlich? Warum gab es vor der Wahl keine klare Aussage.entweder in Richtung Rot-Rot-Grün oder halt nicht..ihr seit unwählbar geworden, da ihr eine Koalition mit einer extremistischen Partei nicht ausschliesst...ich meine die Aussage Lafo nicht zum MP zu machen ist jetzt nicht so der Hit und sehr durchschaubar..der hat ja eh sein Bundestagsmandat und wird im Saarland eh keinen Fuß mehr auf den Boden kriegen.
Ist zwar traurig, dass ich das irgendwann mal sagen muss..ich hoffe ihr werdet morgen abend mit 4.9 Prozent scheidern damit die Extremisten nicht mal eine Machtoption haben.

Wir haben immer wieder deutlich gemacht, dass wir eine Koalition allein an den Inhalten festmachen wollen. Dazu stehen wir auch weiterhin. Wenn wir unsere Inhalte nicht umsetzen können - und was für uns die zentralen Themen sind, haben wir immer wieder betont- dann werden wir weitere fünf Jahre sehr gute Oppositionsarbeit leisten.

Ob und für welche Koaltion es reichen wird, darüber kann ab morgen abend nach dem amtlichen Endergebnis diskutiert werden. Wir werden bis dahin für starke Grüne und unsere Inhalte kämpfen.
Cornelia aus Saarbrücken fragt:
Schulreform - Sehe ich das richtig, das ihre angestrebte Schulreform für einen integrierten Bildungsweg in Gesamtschulen vorsieht, dass Kinder in der 9. Klasse, also 15-Jahrige, bereits das Abitur haben? Also im vergleich zu früher eine verkürzung von 4 Schuljahren? Und was kommt als nächstes, Hochulabschluss mit 17 und Arbeit vom 18 bis zum 70. Lebensjahr? Die Schulzeit bedeutet für Kinder mher als die Entwicklung von ausreichenden Kenntnissen in Mathematik und Physik, wo bleibt dabei doe Soziale und Gesellschaftspychologische kOmponente und möglichkeit der Entfaltung des Individuums? Und: ist in ihrer Schulreform auch eine Überarbeitung des Lehrplans vorgesehen?
MfG aus Saarbrücken

Zitat aus dem Wahlprogramm: "Wir wollen einen schrittweisen Umbau des gegliederten
Schulsystems in ein integriertes/inklusives Schulsystem mit dem Ziel, bis zum 9. Schuljahr „Eine Schule für alle“ einzurichten. Durch längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler wollen wir bessere Leistungen und mehr soziale Gerechtigkeit im Schulsystem erreichen. Nach dem 9. Schuljahr erfolgt eine Aufteilung der Schülerinnen und Schüler auf ein allgemeinbildendes Gymnasium oder einen berufsbildenden Zweig mit dualem System und beruflichem Gymnasium. Sowohl über den gymnasialen als auch über den beruflichen Weg kann eine Hochschulreife erworben werden."

Sie sehen also, dass 9 Jahre gemeinsames Lernen für uns nicht bedeutet, dass alle SchülerInnen nach der 9. Klasse ihr Abitur machen und dann studieren gehen, sondern wir wollen damit die viel zu frühe Selektion nach der 4. Klasse verhindern. Nach diesen 9 Jahren gemeinsam Lernen, können die SchülerInnen dann je nach Interesse und Begabung eine der drei von uns vorgeschlagenen Schulen besuchen.

Für uns bedeutet Schule und Lernen, genau wie Sie das dargestellt haben, eben nicht reiner Wissenszuwachs in Mathematik und Bio.
Wir wollen einen Lebensraum Schule schaffen, in dem Platz ist für die individuelle Entwicklung jedes Kindes. Aber auch einen Lebensraum, in dem Kinder soziale Fähigkeiten erlernen. Denn wir wollen dass alle, mehr und weniger begabte, behinderte und nicht-behinderte Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund eine gemeinsame Schule besuchen und Verständnis füreinander entwickeln.

Natürlich ist im Rahmen einer solchen Umstellung auch eine Überarbeitung des Lehrplanes vorgesehen, denn die Lehrpläne sind völlig überlastet. Diese Lehrplanüberarbeitung wird es mit uns auch im jetzigen G8 geben, denn das oben beschrieben Schulsystem soll in einem Zeitraum von etwa 10 Jahren umgesetzt werden.
John aus Frankreich fragt:
Ich finde eure Partei mit den Linken die einzigen noch wählbaren Parteien da das Programm entsprechend gerecht und sozial ist für eine heutige Zeit.
Meine frage wäre was ihr gegen Die Linken habt, was eure größten Kritikpunkte gegenüber dieser Partei sind. Denn ihr scheint ja nicht gerade beste Freunde zu sein, oder ist es nur Oskar der euch stört? Allein von euren Ideen kannich mir eigentlich gut eine Regierung vorstellen in der ihr zusammen arbeitet.

Danke

Zunächst haben die Linken es zu ihrem Wahlkampfthema gemacht, die Grünen aus dem Landtag zu schmeißen. Das ist natürlich kein sehr freundlicher Akt, um es mal vorsichtig auszudrücken. Außerdem gibt es erhebliche UNterschiede etwa m Bereich der Energie- und Kohlepolitik. Aber auch in der Familienpolitik und im Bereich Europa grenzt sich die Linke von den Grünen ab. INsofern gibt es durchaus inhaltliche Erwägungen, die uns massiv stören.
Cornelia aus Saarbrücken fragt:
Entsorgungsmissstände - Die Grünen Kritisieren die bisherige Entsorgungspolitik uns getroffene Maßnahmen in der Richtung, vor allem Den großen, unflexiblen Verwaltungsapparat und fehlinvestitionen in veraltete Technologien. Modernisierung und Verkleinerung bzw. dezentralisierung scheint bei ihnen bevorzugt zu sein. KOmmen bei diemen Konzept nicht sehr hohe Kosten auf und ist es verwaltungstechnisch nicht ebenso fragwürdig mehrer kleine Struckturen zu etablieren, die zusätzliche kapazitäten auf die Vernetzung untereinander und die Abstimmung verwenden müssen?

Monopolstrukturen sind die eigentlichen Kostentreiber. Das haben wir beim EVS gesehen, der über Jahre Überkapazitäten etwa im Bereich der Verbrennung aufgebaut hat. Genau dies macht die Entsorgung so teuer. Wir glauben, dass man Entsorgung ökologisch anspruchsvoller realisieren und dabei langfristig Kosten einsparen kann. Ob das mit dem EVS geht, muss er erst noch beweisen. Kooperationen auf kommunaler Ebene etwa bei den Wertstoffhöfen laufen hingegen sehr gut und machen Mut für kleinräumige Lösungen. Auch Entsorgungskonzepte in anderen Ländern wie etwa Luxemburg geben HInweise, wie man es besser machen kann. Egal wie: Der EVS und seine Strukturen müssen auf den Prüfstand. EIn weiter so darf es nicht geben.
Waschburger Ralf aus Riegelsberg fragt:
Wie geht die Wahl morger aus? Schaffen wir die 5% Hürde? Denkt daran- ihr seit in ständiger Beobachtung- wer mit den Linken koalieren möchte dürfte die Stasi ja nicht fremd sein! Ralf

Wir werden die 5% Hürde überwinden wenn wir alle bis morgen weiterkämpfen
Cornelia aus Saarbrücken fragt:
Ich lese gerade den Satz "Wir sind gegen Studengebüren". NUn sind diese hier im Saarland aber schon eingeführt. Werden die Grünen im Rahmen irer Möglichkeiten versuchen etwas dagegen zu unternehmen, und können sie das ünberhaupt? Oder ist das Lediglich als allgemeine Stellungnahme zuverstehen?

Wir werden die Studiengebühren im Falle einer Regierungsbeteiigung abschaffen!!
Arno aus Freisen fragt:
ich bin erst seit einigen Tagen Mitglied der Grünen. Ich möchte mitgestalten, möchte politisch mitbestimmen. Hier in der Region, sind die Menschen entweder konservativ oder sozialdemokratisch. Grüne sind faktich nicht vorhanden im Bewußtsein der Menschen.
Welche Konzepte kann ich nutzen, um dies zu ändern über die bekannten hinaus!? Ich hatte hier eine Infoveranstaltung mit Unterstützung des KV-St.Wendel. Die Resonanz war besch....!

Politik ist leider das Bohren dicker Bretter, vor allem im ländlichen Raum, weil es dort eben viele traditionelle politische Strukturen gibt. Dagegen hilft nur Basisarbeit über einen langen Zeitraum. Das werden wir nach den Wahlen angehen, versprochen! Jetzt müssen wir um unseren Wiedereinzug in den Landtag kämpfen. Wir hoffen, dass Du mitkämpfst ;-)
Ute aus Saarland fragt:
Liebe Grünen,

wie ist eure Position zu Familien, bei denen die Frau überwiegend zu Hause bei den Kindern bleibt und sich sonst noch gesellschaftlich engagiert, sowie um pflegebedürftige Schwiegereltern kümmert, also offiziell nicht arbeiten geht? Würdet ihr das als veraltete bzw. rechte Familienpolitik bezeichnen? In diesen Fall geht die Mutter zwar nicht arbeiten, sieht ihre Aufgabe der oft zitierten "Selbstverwirklichung" aber eben darin, dass sie für ihre Kinder da ist, wenn sie gebraucht wird. Wie ist eure Position dazu?

Liebe Güße

Grundsätzlich ist das jedermanns eigene Entscheidung, wie er sein Berufs- oder Familienleben organisiert. Wir wollen eine Wahlfreiheit. Jeder soll das für sich entscheiden können, wie er es möchte. Wir respektieren die eine wie die andere Entscheidung und setzen uns dafür ein, dass diejenigen, die beides unter einen Hut bringen müssen, das auch können. Viele Familien haben aus finanziellen Gründen leider nicht die Möglichkeit frei zu wählen, ob ein Partner zuhause bleibt und sich währenddessen auch verstärkt einem sozialen Engagement widmen kann. Diesen Familien muss eine verlässliche Betreuungsinfrastruktur angeboten werden.
Andrea Juchem aus Eppelborn fragt:
Bitte um Erklärung in 140Z warum ich eure Partei am 30.8. wählen soll - ohne Diffamierung. http://is.gd/2Fr9S

Keine Studiengebühren, raus aus dem Bergbau, neue Arbeitsplätze im Bereich erneuerbarerer Energien, G8 abschaffen.
Cornelia aus Saarbrücken fragt:
Die momentane Regierung forciert ja die Schließung mehrere Schulen.Meines Wissen nach liegt das zum einen am Geld, zum anderen aber auch daran, dass zu wenig Anmeldungen für die einzelnen Schulen vorliegen. Ist es realistisch, wenn die Grünen damit werben Schuleschließungen zu verhindern? wäre es nicht wirtschaftlicher Schulen zusammen zu legen, oder ist hier das Ziel die allgemeine Verkleinerung von Schulklassen um die Qualität des Unterrichts erhöhen zu können?
MfG
Aus Saarbrücken

Wir wollen auch kleine Schulen aus verschiedenen Gründen erhalten. Zum einen sind sie für viele Gemeinden auch ein Teil der Lebensqualität und auch ein wichtiger Standortfaktor. Viele Menschen überlegen es sich zweimal, ob sie irgendwo ein Haus kaufen, wo es keine Grundschule mehr gibt. Kurz gesagt: Stirbt die Grundschule, wird der Ort unattraktiv.

Der demographische Wandel, also die Schrumpfung unserer Gesellschaft sollte nicht dazu genutzt werden, Sparpotenziale zu realisieren, sondern dafür, die Qualität zu verbessern. Weniger Schüler bedeutet nämlich eine höhere Betreuungsintensität und neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Wenn das Saarland nicht "aussterben" soll, brauchen wir eine Bildungsinfrastruktur, die das verhindert. DAs schaffen wir nicht mit der Ausdünnung der Schulen uund dadurch immer größeren KLassen.
Hannah Lill aus Rehlingen-Siersburg fragt:
Jugendpolitik: wie wollt ihr die Jugendzentren auf den Dörfern unterstützen?

Hallo Hannah,

wir haben großes Interesse daran,dass die Jugendzentren in den einzelnen Dörfern erhalten bleiben und ihr Angebot ausgeweitet werden kann, weil sie die einzig verbleibenden Treffpunkte für junge Menschen sind. Sie sind lokaler Anker für junge Menschen und können auch Jugendarbeit übernehmen, die vor allem jungen Menschen aus benachteiligten Familien zu Gute kommt. Das bedeutet natürlich, dass die JUZe finanzielle Unterstützung brauchen, die aber eigentlich von den einzelnen Gemeinden ausgehen muss, weil das in ihre Zustädigkeit fällt. Dort machen wir uns überall da, wo wir vertreten sind für die Unterstützung stark und versuchen von der Landesebene aus unsere lokalen Vertreter zu unterstützen und zu stärken. Daneben können wir uns als Grüne aber auf der Landesebene einschalten, denn auch dort sind die einzelnen JUZe ja meistens vernetzt. Das bedeutet für uns konkret, wir vernetzen uns, wir treffen uns und wollen wissen welche Probleme bestehen und welche Aktionen mensch zusammen planen könnte. Wir als Grüne Jugend Saar haben das des Öfteren schon erfolgreich getan.
Arno aus Freisen fragt:
Es sind ja große Herausforderungem denen scih die Grünen stellen. Klar ist aber auch, wenn es für eine Regierungsbeteiligung reicht, wovon ich ausgehe, wird sie doch Juniorpartner einer Koalition sein.
Wie wollen die Grünen ihre ehrgeizigen Ziele durchsetze, ohne ihre Glaubwürdigkeit auf dem "Altar des politischen Alltags zu opfern"!?

Die Voraussetzungen zur Durchsetzung unserer Forderungen sind besser denn je. Wenn wir in den Landtag einziehen, wofür wir heute noch echt kämpfen müssen, werden wir das Zünglein an der Waage sein. Das bedeutet: Wer, außerhalb der großen KOalition, regieren will, muss sich auf uns zu bewegen. Das ist eine gute Verhandlungsposition. Aber dafür müssen wir noch kämpfen, denn unser Wiedereinzug in den Landtag ist nicht sicher. Aber wir arbeiten dran ;-)
Arno aus Freisen fragt:
Waren es nicht doch überhöhte Ticketpreise, Unflexibilität, überdimensionierte Busse, die den ÖPV im ländlichen Bereich unattraktiv machen. Wie wollen die Grünen das ändern? Und was wird es den Steuerzahler kosten. Denn ohne öffentliche Zuschüsse wird es auch nicht gehen!?

Genau. Unflexibilität ist das richtige Stichwort. Der ländliche Raum hat andere Anforderungen als etwa eine Großstadt beim ÖPNV. Wir wollen deshalb flexible Angebote wie Marktbusse, Anrufsammeltaxen und Schienenbusse, dort wo es schienentechnisch möglich ist.

Im Saarland haben sich in den letzten 10 Jahren die Gewichte zum Nachteil des ÖPNV verschoben. Statt immer neue Straßen zu bauen, wollen wir wieder stärker in den ÖPNV investieren. Und: Wir müssen neu verhandeln, was die Kosten unserer ÖPNV-Dienste angeht. Das Saarland zahlt nämlich für die gleiche Leistung wie das Land Rheinlad-Pfalz rund 10 Millionen Euro jährlich mehr an die Bahn. Schlecht verhandelt. Das werden wir ändern. Der ÖPNV bekommt eine neue Perspektive.
Patrick aus Tholey fragt:
Wie steht ihr zum Thema "Nachgelagerte Studiengebühren", also so ähnlich wie die Grünen es in Hamburg in der schwarz-grün Koalition durchführen?

Wir sind gegen Studiengebühren und damit auch gegen nachgelagerte Studiengebühren.
G. aus Eppelborn fragt:
Da es noch auf längere Sicht nicht möglich ist, auf die Kohlekraftwerke in Deutschland zu verzuchten, stell ich mir die Frage, woher die Kohle zu beziehen ist, wenn wir die Kohleförderung in Deutschland nach 2018 eingestellt ist, was ja bekanntlich auf dem Plan der Grünen steht?

Wir wollen schnellstmöglich raus aus den fossilen Energieträgern und hin zu möglichst viel erneuerbaren Energieträgern. Das ist zu schaffen, wenn wir unsere Energieeffizienz steigern und endlich stärker auf Erneuerbare setzen, d.h. die Potenziale nutzen, die mit Sonne, Wind, Biomasse und Geothermie im Saarland wirklich vorhanden sind. Für den Übergang haben wir immer gesagt, dass wir soweit es möglich ist, auf dezentrale, kleine und wärmegeführte Gas- und Dampfkraftwerke setzen wollen. Die haben nicht nur einen höheren Wirkungsgrad, sondern stoßen auf weniger Schadstoffe aus.
Steffen M. aus Beckingen fragt:
Was tun die Grünen für die Mobilität der Jugend? Gerade im ländlichen Bereich gibt es eine Unterversorgung.

Wir wollen ein flächendeckendes Nachtverkehrssystem, um vor allem in den Ausgehnächten einen sicheren Nachhauseweg zu garantieren. Aber auch außerhalb der Nächte ist Mobilität ein wichtiges Thema. Denn ohne gute Verkehrsanbindung wird der ländliche Raum immer weiter abgekoppelt. Deshalb wollen wir auch für ältere und immobile Mitbürger intelligente Verkehrsleistungen anbieten wie Sammeltaxen. Außerdem müssen stillgelegte Bahnstrecken reaktiviert werden um ländliche Bereiche wieder an den ÖPNV anzuschließen.
Arno aus Freisen fragt:
Wei ist die Position der Grünen zu Subventionen. Ich persönlich sehe diese äußert kritisch!

Auch wir sehen Subventionen kritisch, wenn sie nicht zielführend eingesetzt werden, wie etwa die Kohlesubventionen, die mit Millirdenaufwand längst "tote" Wirtschaftszweige am Leben erhalten. Also: Wir sehen das durchaus kritisch und hinterfragen Subventionen auch immer kritisch. Bestes Beispiel ist der Gondwana-Park in Reden, den der Steuerzahler mit mehr als 25 Millionen Euro unterstützt. Die Gewinne werden privatisiert, das Risiko aber sozialisiert. Das wollen wir als Grüne nicht.
Arno aus Freisen fragt:
Welche Erwartungen darf bzw. kann ich in die Wirtschaftspolitik der Grünen setzen!? Konkret gefragt: Bin von Beruf Wirtschaftsinformatiker arbeite z. Zt. teilzeit beim "Goldenem M" bedingt durch die Pflege eines Angehörigen.

Wir haben einen Plan entwickelt, mit dem wir im Saarland 20.000 neue und zukunftsfähige Jobs schaffen wollen. Das soll vor allem im Bereich der Erneuerbaren Energien geschehen (Energetische Gebäudesanierung, Energieeffizienz, etc.). Aber auch im Bereich Bildung und Soziales wollen wir neue Stellen schaffen. Durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind seit einigen Jahren mehr als 250.000 neue Jobs entstanden. Wir wollen, dass das Saarland davon profitiert. Kurzfristige Konjunkturprogramme bringen da relativ wenig. Insgesamt gilt: Wir wollen den Standort weiterentwickeln uund zwar ökologisch und ökonomisch. Details dazu finden sich in unserem Papier "Green New Deal für das Saarland", das man auf unserer Website runterladen kann.
Arno aus Freisen fragt:
Welche neue Konzepte oder Pläne gibt es seitens der Grünen, gerade im privaten Bereich für erneuerbaren Energien. Und bitte, nicht jetzt auf die bestehenden Fördrungen hinweisen! Gruss Arno.

Die Förderung auch im privaten Bereich muss noch ausgeweitet werden. Wir wollen aber nicht durch die Anlagen zur Energieerzeugung stärker fördern, sondern auch die Bemühungen zur energetischen Gebäudesanierung. Das schafft Arbeit im Handwerk und spart Energiekosten beim Endverbraucher ein. Die beste Energie ist nämlich die, die erst gar nicht erzeugt werden muss! So könnten ohne Komfortverlust 30% Energie eingespart werden.

Wir wollen aber nicht nur den einzelnen Hauseigentümer fördern, sondern auch Initiativen, die sich mit der kleinräumigen Energieversorgung etwa von Neubaugebieten beschäftigen, etwa für Erdwärme- oder wärmegeführte, dezentrale GuD-Kraftwerke. Dazu wollen wir eine Energieagentur gründen, die private INteressenten aber auch Initiativen berät und unterstützt.
Christian aus St, Ingbert fragt:
Werden die Grünen im Falle einer Regierungsbeteiligung ein Wegweiser in Richtung grüner Strom sein und sich für die Ausstattung öffentlicher Gebäude mit Solaranlagen einsetzen um deren Verbreitung zu fördern?

Dafür haben sich die Grünen auch in der Opposition eingesetzt! Es ist unser erklärtes Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien schnellstmöglich hochzuschrauben. Dazu gehört auch die Ausstattung von öffentlichen Gebäuden mit Solaranlagen und eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz in diesem Bereich. Das Land ist der größte Stromverbraucher und deshalb hat das Land eine besondere Verantwortung. Der wollen wir gerecht werden. Bisher ist da nämlich tote Hose. Die CDu hat es gerade mal geschafft in 10 Jahren auf 3 oder 4 landeseigenen Dächern "Pilotanlagen" zu installieren. Da geht definitiv mehr!
Jenni aus Saarbrücken fragt:
Könnten Sie ihr Wahlprogramm, in Bezug auf Wirtschaft, in kurzen Worten zusammenfassen?

Ich versuche es so kurz wie möglich zu machen:-). Der längst überfällige und zwingend erforderliche Strukturwandel ist im Saarland leider immer noch nicht vollzogen. Dies belegen z.B. die Indikatoren: Dynamik, "TTT-Index (Weltoffenheit, Aufgeschlossenheit gegenüber technischem Fortschritt, Toleranz gegenüber fremden Kulturen"), Selbstständigenquote und Investitionen in Forschung und Entwicklung. Bei all diesen Indikatoren weisst das Saarland miserable Werte auf. Das Ziel GRÜNER Wirtschaftspolitik beruht auf vier Bausteinen: Struktureller Wandel, Forschung und Entwicklung, Existenzgründung, Talente-Technologien und Toleranz. Ziel ist es, dass Saarland zukunftsfähig zu machen, indem wir die vorhandenen Wirtschaftsbereiche weiterentwickeln und
um solche ergänzen, wo die langfristigen Wachstumsperspektiven
des Landes verbessert werden und Renditen auch für künftige
Generationen entstehen.In diesen Bereichen werden wir die Forschung und Enwtwicklung forcieren und auf eine breitere Basis stellen. Das Saarland kann nicht nur darauf hoffen, dass die Impulse von
außen kommen. Wir müssen daher auch unsere vorhandenen Potentiale
entwickeln. Dazu bedarf es einer lebendigen Gründungs- und
Unternehmenskultur, die entsprechend gefördert werden muss. Für uns beginnt vernünftige Wirtschaftspolitik schon im Kindergarten. Dort wird die Grundlage für die wichtigste Ressource des Landes gelegt –
nämlich Wissen und Kreativität, der hier lebenden Menschen.
Wir wollen hier ansetzen und die Investitionen in die Bildung
deutlich erhöhen. GRÜNE Wirtschaftspolitik: schafft Arbeitsplätze, fördert Forschungs- und Innovationsnetzwerke,
fördert eine Kultur unternehmerischer Initiative und bekennt sich zu langfristig ausgeglichenen Haushalten

Viele Grüße: Dieter Hoffmann
Arno aus Freisen fragt:
Was halten die Grünen davon, Aufgrund der gefallen Preise für Solarmodule, die Einspeisevergütung für neue Anlagen zu senken.

Die sinkenden Preise für Solarmodule sind u.a. ein Indiz für die Reife und Etablierung dieser Form der Energieerzeugung. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es aber ein falches Signal, die Einspeisevergütung zu reduzieren. Langfristig wird sich die Einspeisevergütung aber am Marktgeschehen orientieren und entsprechend angepasst werden müssen.

Grüße: Dieter Hoffmann
Michael aus Saarbrücken fragt:
Hallo und Guten Morgen
Als Wähler der Grünen gehe ich fest davon aus, dass ihr in die Regierung einzieht. Deshalb meine Frage, werden dann auch die Grünen IN der Partei für neue Jobs sorgen...grins, wenn ja, was steht denn zur Auswahl?

Darüber müssen wir uns jetzt keine Gedanken machen. Wenn Du ordentlich für uns und unsere Inhalte kämpfst, kannst Du Dich ja mal bewerben. Qualität setzt sich durch!
Timo Beil aus St. Ingbert fragt:
Warum sind die Grünen ein Fähnchen im Wind und wehen immer dahin, wo es offensichtlich am meisten zu holen gibt?

Wir sind kein Fähnchen im Wind und wehen auch nicht dort hin, wo es am meisten zu holen gibt. Wir haben unsere Themen und Inhalte abgesteckt und klare Bedingungen für eine Regierungsbeteiligung gestellt. Sollten diese nicht erfüllt werden können, werden wir aus der Opposition heraus die zukünftige Regierung scharf kontrollieren und versuchen unsere Themen durchzusetzen.
Stefan aus Saarbrücken fragt:
Rot-Rot-Grün oder Jamaica-Koalation im Saarland. Was wird kommen, wenn die Grünen die Wahl haben sollten?

Weder um die eine noch um die andere Konstellation haben wir uns beworben, noch haben wir sie propagiert! Unsere Präferenz ist und bleibt die Ampel. Sollte das nicht funktionieren, hängen auch alle anderen Konstellation von den Inhalten ab, die in einer solchen Konstellation jeweils umsetzbar wären. Wir wollen zwar regieren, aber nicht um jeden Preis, das unterscheidet uns von der FDP. Wir werden in diesem Fall Gespräche führen. Bereits im Vorfeld haben wir deshalb unsere inhaltlichen Essentials deutlich gemacht und in einem Vertrag für die Zukunft des Saarlandes gebündelt. Ein Parteitag hat diese Leitlinien verabschiedet. Für die werden wir kämpfen. Wer grün wählt, weiß also, welche Inhalte er bekommen wird. Wenn wir diese nicht umsetzen können, gehen wir erhobenen Hauptes in die Opposition.
C. aus dem Saarland fragt:
Welches Konzept sieht die Grüne im Falle einer Regierungsbeteiligung in Sachen Bergbau vor?
Der grüne Standpunkt ist klar umrissen, allerdings beschreibt er da, wo es um eine "sozialverträgliche Lösung" für Bergleute und Familien geht, nicht mehr als CDU oder FDP.

Hat die Grüne eine Lösung, die von Dauer ist? Wird Sie auch Bergleuten jenseits der 40, 50 Unterkunft bei den erneuerbaren Energien versprechen, obwohl in diesem Alter schon oftmals Beschäftigte gerne auf das Abstellgleis geführt werden?

Die GRÜNEN haben seit jeher auf eine rechtzeitige Klärung dieser Frage gedrängt: Wie sichern wir den Energiestandort Saarland durch den rechtzeitigen und geplanten Umstieg auf neue Technologien und wie schaffen wir es dabei, so viel wie möglich Mitarbeiter, rechtzeitig hierfür zu qualifizieren. Zum Aufbau eines zukunftsfähigen Energiestandortes Saarland, benötigen wir künftig genau diese qualifizierten Menschen -unabhängig vom Alter! Die Sozialverträglichkeit des Ausstiegs aus dem Bergbau lässt sich ergänzend auch auf anderem Wege sichern: Indem die frei werdenden Mittel direkt den betroffenen Beschäftigten zukommen – in Gestalt von Mitteln zur Weiterqualifikation, Umschulung, zur Förderung der Selbständigkeit oder zur Finanzierung des Vorruhestands. Das Thema Energie ist nicht nur das Thema der Zeit, sondern auch das Thema der Zukunft! Investitionen in neue Technologien und Verfahren sind daher nachhaltig und auch in Ihrer Wirkung für das Land und die Beschäftigten, von Dauer.

Beste Grüße: Dieter Hoffmann
Thomas aus Saarbrücken fragt:
Warum waren die Grünen als einzige Partei gegen das Kraftwerk in Ensdorf?
Hätte das nicht jede Menge Jobs gebracht?

Dafür gibt es verschiedene Gründe: Die Energieriesen wie RWE haben eine starke Lobby bei den anderen Parteien. Für eine neue, zukunftsorientierte Energiepolitik, die auf den ersten Blick gegen die Interessen der Großkonzerne geht, treten nur die GRÜNEN ein. CDU, SPD und FDP haben sich von der Fatamorgana "2 Mrd. Euro Investitionen und neue Arbeitsplätze" blenden lassen. In Wirklichkeit wären die 2 Mrd. Euro an große Anlagenbaukonzerne (die wir im Saarland nicht haben!) geflossen und neue Arbeitsplätze wären nicht entstanden. Im Gegenteil: Dieses Kraftwerk hätte auf Dauer die Entwicklung eines zukunftsorientierten Energiestandortes Saarland verhindert und damit auch die Schaffung von neuen und qualifizierten Arbeitsplätzen.

Viele Grüße: Dieter Hoffmann
Winter aus Ensdorf fragt:
Energiepolitik ist ja ein sehr wichtiges Thema für die Grünen. Denken Sie es gibt einen neuen Anlauf für ein großes Kohlekraftwerk in Ensdorf und wie positionieren sich die Grünen in einer möglichen Koalition?

Ja. Es gab und gibt Signale, dass es nach der Wahl einen neuen Anlauf geben könnte. IHK und CDU-Wirtschaftsminister sprechen immer mal wieder von "Ersatzbedarf". Und Peter Müller hat neulich bei einer Podiumsdiskussion betont, dass sich eine "Blockade" wie in Ensdorf nicht mehr wiederholen dürfe. Also, es ist zu erwarten, dass da noch was kommt. Mit Grünen in einer Landesregierung werden wir einen weiteren Anlauf verhindern. Deshalb braucht es starke Grüne im Landtag.
Franziska aus Bielefeld fragt:
Liebe Grüne im Saarland,

schöne Grüße aus Bielefeld. Wir sind soeben online gegangen mit unserer 33-Stunden-Aktion zum Bielefelder Kommunalwahlkampf!

Liebe Grüße zurück! Viel Spaß und Erfolg bei der tollen Aktion!

Oskar aus Palast d. soz. Gerechtigkeit fragt:
Sind die Sonnenblumen auf dem Tisch echt? Und machen die Grünen eine Rot-Rot-Grüne Koalition trotz des Kraches mit O. Lafontaine mit?

Klar sind die echt ;-) Wir haben gesagt, dass wir Koalitionen an Inhalten festmachen. Unsere inhaltllichen Bedingungen sind klar formuliert. Da gibt es auch zu den Linken hohe Hürden, z.B. in der Familien- und Frauenpolitik, in der Europapolitik und vor allem in der Energie- und Kohlepolitik. Da wir eine Programmpartei sind, geht es um die Umsetzung unserer Inhalte. Allerdings ist und bleibt unsere präferierte Konstellation die Ampel, wenn sie geht.
Fam. Bierwag aus Merzig fragt:
Wie kann es sein, dass wir (in einem Einfamilienhaus) zwei Werbepostkarten und 3 Informationsbroschüren in unserem Briefkasten finden mussten. Bis vor 10 Minuten habe ich noch an das Gute der Grünen geglaubt. Dies hat sich jetzt leider schlagartig geänder

Sehr geehrte Fam. Bierwag,

wir arbeiten mit der Deutschen Post zusammen, die leider nicht immer zu unseren Zufriedenheit arbeitet. Nach mehrfachen Beschwerden hat sich die Qualität zwar erhöht, aber ist noch nicht optimal. Es liegt nicht in unserem Sinne, dass ein Einfamilienhaushalt mehrfach die Flyer bekommt.

Wir entschuldigen uns für dieses Versehen. Bitte teilen sie uns per Mail ihre Adresse mit, damit wir diese zur Klärung an die Deutsche Post weiterleiten können.

Mit freundlichen Grüßen
carokann aus Berlin fragt:
Ihr habt doch nicht vor mit Müller zu koalieren, oder?

Hallo,

wir haben uns weder um Jamaika beworben, noch haben wir dafür geworben. Wir haben deutlich gesagt, dass wir Heiko Maas zum MP wählen wollen, und zwar in einer Ampel-Koalition. Darüber hinaus müssten die Inhalte entscheiden. Und da haben wir die die Hürden sehr hoch gelegt (Bildungspolitik, Studiengebühren, Energie- und Verkehrspolitik, Datenschutz, Innere Sicherheit, etc.). Ich möchte mal sehen, wie CDU und FDP über diese Hürden gehen. Daran glaube ich persönlich nicht.

Wir haben gesagt, dass wir nicht um jeden Preis regieren wollen, sondern nur, wenn die Inhalte stimmen. Wenn sie nicht stimmen, gehen wir aufrecht in die Opposition.

Freundliche Grüße
Adelheid Schneider aus Merzig fragt:
Warum sollte ich die Grüne wählen?

Weil die Grünen im Saarland zunächst mal der Garant dafür sind, dass nicht alles so weiter geht wie bisher. Wir wollen das Land ökologisch, ökonomisch und sozial erneuern. Eine Politik, die auch nachfolgenden Generationen gerecht wird, ist unser Ziel. D.h. wir wollen ein gerechtes Bildungssystem, das Bildungschancen nicht vom Geldbeutel der Eltern macht und wir wollen das Saarland endlich von seiner Schlusslichtposition bei den Erneuerbaren Energien, beim Klimaschutz und in der Verkehrspolitik runterholen. Das ist wichtiger denn je für die Zukunft des Landes.

Einen echten Politikwechsel für Umwelt- und Klimaschutz, faire Bildungschancen und neue Jobs gibt es nur mit den Grünen. Wenn die Grünen z.B. nicht in den Landtag kämen, gäbe es eine schwarz-gelbe Landesregierung, die das Land nicht voranbringen würde. Nur starke Grüne können das verhindern.
Uwe Berg aus Saarland fragt:
Warum in aller Welt sagt Herr Ullrich den Grünen Wählern nicht was er nach der Wahl machen will.

Sollen die Bergbaubetroffenen Grün wählen und haben dann eine Koalition mit dem Bergbautreiber Lafontaine?

Gruß Uwe

Hallo,

wir haben deutlich gesagt, was wir wollen und zwar als einzige: Unsere Inhalte umsetzen, ohne wenn und aber. Unsere präferierte Konstellation dafür wäre die Ampel mit SPD und FDP. In dieser Konstellation wäre der Bergbauausstieg Fakt, da bin ich mir sicher.

Fakt ist aber auch: Für uns ist der Bergbauausstieg ein Essential unserer Politik. Das haben wir auch immer so gesagt. Seit 20 Jahren kämpfen die Grünen für einen Ausstieg aus der Steinkohleförderung, übrigens schon viel länger als die FDP und drei Mal länger als die CDU, die den Bergbaubetroffenen in 10 Jahren Alleinregierung nicht gerade überwältigend geholfen hat.

Also: Für uns ist der Bergbauausstieg Bedingung. Wir werden keine Regierung stützen, die auch nur den Ansatz eines Bergbaus betreiben will. Eher gehen wir in die Opposition.